Klassisch betrachtet sprechen Berufsschulen beim Web von Non-Print, also eine kleine Insel neben dem übermächtigen Printbereich. Wir drehen den Spieß um und gucken vom Web mal zum Printbereich rüber, denn dort gibt es seit kurzem das Webstandards-Magazin. Wir schauen vor und hinter die Kulissen. Dazu gibt es aber natürlich auch wieder tolle Fundstücke aus dem Web.

Diese Folge jetzt anhören

Mit in der Sendung sind dieses Mal Ansgar Hein und Peter Rozek.

Der Gewinner der DynaMite vom Media Atelier aus der letzten Sendung ist: „Flinsi“.

Empfehlungen

  • phpJS – Äquivalent einer PHP-Funktion in JS. (David)
  • Google untertützt in der englischen Suche nun auch Microformats und RDFa (David)
  • Firebug-Extension Firediff – Firefox-Erweiterungserweiterung für Firebug, mit der Änderungen, die am DOM, CSS, etc. vorgenommen wurden visuell hervorgehoben werden (Stichwort Debugging)
  • HTML5 Autor Ian Hickson über HTML 5, WAI-ARIA und Accessibility, Interview bei Web Standard Project. (Peter)
  • Den Screenreader beherrschen – Zugängliche Websites sind nur der eine Teil. Im Acces-for-all-Blog wird erklärt wie man einen Screenreader bedient. (Peter)
  • Für alle jQuery Fans: Webgalerie mit unterschiedlichen Referenzseiten wo jQuery zum Einsatz kommt. Von Dezent bis totales Feuerwerk. (Peter)
  • flick.to.twitt – Für alle mit einen Account bei Flickr und Twitter. Fotos bei Flickr und Twitter in one Step veröffentlichen. (Peter)
  • Informationen zusammenführen, auswerten und aufbereiten mit Yahoo Pipes – für Spielkinder und Informationssüchtige (Ansgar)
  • Memorabilia-Wall @hardrockcafe: DeepZoom mit Silverlight und warum Silverlight eine Alternative zu Flash sein kann (Ansgar)
  • Kein neues Statistik-Tool, sondern AwStats mit jQuery aufgehübscht: JAWStats (Ansgar)
  • WolframAlpha – Die neue Suchmaschine

Webstandards-Magazin

Wir unterhalten uns über das neue Webstandards-Magazin und die Reaktionen der Leser.

  • in 9 Monaten von der Idee zum fertigen Magazin
  • wie man Herausgeber wird (ohne wahnsinnig zu werden)
  • wie man einfach so eine Redaktion macht
  • Twitter als elementares Bindeglied
  • Warum Print? Es gibt doch alles online in Blogs?
  • welche Rolle online casino spielen Webstandards und warum wir ein Mag dafür brauchen
  • Themensammlung und -verdichtung
  • stärkere Beachtung außerhalb der „Szene“
  • Was uns am Magazin gefällt, was nicht?
  • bis dato sehr unterschiedliche Rückmeldungen, der Haupttenor jedoch positiv
  • Terminübersicht wird angenommen
  • Hauptkritikpunkt ist die Gestaltung: Titel-Schriftzug, die Schrift an sich, die Weissräume, die Screenshots in den Monitoren etc.
  • Wird die Webseite ausgebaut?
  • Was hat ihr für die kommenden Ausgaben geplant?
    • Schwerpunkt in Ausgabe 2: Web-Anwendungen: AIR, Flex, Silverlight, Flash, RIA
    • Schwerpunkt in Ausgabe 3: Frameworks
    • Interessanter Schwerpunkt in den Wunschlisten: Mehr Design-Themen

Meckerecke

  • Nerv: Spam followers bei Twitter
  • TYPO3 TemplaVoila – Eine Template-Extension, die extrem nervt.
    • Umständliche Layoutanpassung über wiederkehrendes Mapping
    • Unübersichtlich für Kunden in der Seitenstruktur
    • Mit TYPO3-Bordmitteln (Anpassung typo3conf/extTables.php) wesentlich besser handelbar.
  • BITV 2.0 – Schon wieder eine deutsche Sonderlösung
  • Lange Ladezeiten trotz DSL: 900kB sind einfach zuviel!
  • SSL-Ausnahmen in Mozilla / Firefox hinzufügen. Sicherheit kann auch mal zu weit gehen …
  • Website Award NRW 2009 – Hauptkriterium bei der Preisvergabe sind Best Practice bei der Zielgruppenansprache und technische Umsetzung.
    • Bei der technische Umsetzung finden man Tabellenlayouts bis fast Webstandards (Von allen ein bisschen aber nichr richtig)
    • Warum eine Website die komplett aus Tabellen besteht (www.gaffel.de) Best Practice darstellt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Diese Folge jetzt anhören

Tags: , , ,

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 17. Mai 2009 um 18:57 Uhr in der Kategorie Podcast veröffentlicht.
Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von deiner Seite aus senden.

Kommentare

  • Avatarbild von Manko10 Manko10
    am 17. Mai 2009, 21:32 Uhr

    Hi, super Sendung und schön lang. :-)
    Beim Thema SSL muss ich euch aber wenigstens in Teilen widersprechen. Klar, mich nervt diese übermäßige Sicherheit auch ein wenig, aber der Firefox macht das nicht ohne Grund. Der Opera zeigt nur ein Popup an, das man bestätigen muss, der IE (8) blockiert hingegen ebenfalls die Seite, bietet aber direkt einen Link zum Weitergehen und färbt dann die Adresszeile rot.
    Allerdings existieren im Web mittlerweile jede Menge ungültiger Zertifikate, sodass diese mittlerweile schon ein Gewöhnungspotenzial haben und viele User einfach weiterklicken, weil sie sich sagen »Ach was, ich sehe doch, dass ich banking.foerde-sparkasse.de eingegeben habe, die Seite ist also die, die ich haben will«. Aber gerade das ist ja der Fehler. Nur weil die Domain die gleiche ist, heißt das nicht, dass der DNS-Cache nicht »vergiftet« oder die Verbindung nicht umgeleitet wurde.
    Von daher finde ich es schon gut, dass Firefox da sehr vorsichtig geworden ist. Dass das aber dennoch ein wenig userunfreundlich ist, das stimmt. Ich benutze seit einiger Zeit aber Firefox 3.5 Beta und da ist das ein wenig schöner gestaltet. Dort werden zwei Links angezeigt. Einer für »Technische Details« und einer der da lautet »Ich kenne das Risiko«. Wenn man auf Letzteren klickt, klappt eine kleine Beschreibung mit einer letzten Warnung aus (eben der Hinweis, dass die Seite auch dann nicht die Richtige sein muss, wenn die Domain stimmt). Klickt man dann auf den (nun sichtbaren) Button »Ausnahme hinzufügen« geht das von euch beschriebene Fenster auf. Dort kann man dann auf »Zertifikat herunterladen« klicken, muss man aber nicht, da dies nach 3 Sekunden automatisch passiert. Man muss als nur noch auf »Sicherheits-Ausnahmeregel bestätigen» klicken. Mit insgesamt drei Klicks ist man also ohne groß nachdenken zu müssen auf der Seite.
    Wenn’s euch wirklich nervt, könnt ihr ab 3.5 in der about:config über security.alternate_certificate_error_page;certerror aber auch eure eigene Fehlerseite angeben.
    Ich halte es jedoch für wichtiger, darauf zu achten, dass das Zertifikat gültig ist, auch wenn das aufwendig ist. Verschlüsselung und Authentifizierung sind zwar zwei verschiedene Dinge, aber das eine ist ohne das andere relativ witzlos. Außerdem gewöhnt man die Otto-Normaluser da draußen dann nicht an ungültige Zertifikate und verstört auch nicht das Vertrauen des Users, was sehr wichtig ist. Ein gültiges SSL-Zertifikat sollte also schon dazugehören, ansonsten sollte man HTTP ohne S verwenden. Es muss ja nicht gleich eine grüne Adressleiste sein, aber ungültige Zertifikate auf öffentlichen Seiten sind pfui-bah. ;-)
    Auf nicht-öffentlichen Seiten nutze ich zwar auch gerne mal SSL mit selbst unterschriebenem Zertifikat (da ich es dann kenne, kann ich dessen Echtheit ja nachprüfen), aber ihr redetet von Usern, die durch die Warnung den Service niemals nutzen würden, weil sie nicht wissen, das das soll (was ja auch Zweck der Warnung ist), weshalb ich davon ausgehe, dass ihr öffentliche Sites meintet.
    Wenn ihr das für nicht-öffentliche Sites verwendet, könnt ihr euch aber auch ein eigenes Zertifikat erstellen oder das CCC-CA-Zertifikat nutzen, dieses einmal im Browser akzeptieren und damit dann all eure Zertifikate unterschreiben, die ihr nur für euch nutzt. Dann müsst ihr nicht immer wieder die Meldung bestätigen.

  • Avatarbild von Abro Abro
    am 18. Mai 2009, 05:53 Uhr

    Wow, großartige Sendung. Gerne mehr von der Dauer ^^. Jetzt bloß nicht nachlassen, für die nächste Sendung bin ich gespannt auf News zu Wordpress 2.8 & Co. zwinker

    Da waren ja nun so viele Sachen, dass man gar nicht weiss was man jetzt schreiben soll, aber der Kommentar ist einfach verdient ;O)

    • phpJS ist wirklich eine unglaublich praktische Sache, hat aber bis vor kurzem noch einen ziemlichen Overhead verursacht, weswegen ich’s bisher nur in Intranetapps benutzt habe. Dass man da jetzt die benötigten Funktionen selbst zusammenstellen kann ist total toll. Jeder der es benutzt sollte aber immer nochmal in die einzelnen Funktionen reingucken und es nicht übertreiben, sonst wirds pervers. JS ist eben nicht PHP. Siehe include() etc.
    • jQueryStyle: Ich dachte zwar der WebsiteGallery-Trend wär vorbei, aber knuffig ist’s schon. Schade irgendwo dass man da auf Masse statt Klasse setzt und die Funktionalitäten nicht besser beschreibt. Riecht mir etwas zu streng nach made for ads.
    • TwitterSpam: War absehbar, oder ?
    • Typo3: Ist sowieso viel zu friemelig.
    • SSL+Firefox: Ist wirklich bescheuert. Wenn man Teaminterne Applikationen gratis absichern möchte, schlägt man sich mit “Ich komm nicht auf die Seite” Invasionen herum.
    • Gaffel-Kölsch: Dazu muss man nichts mehr sagen und für den Award ist’s wirklich ein Armutszeugnis. (Dieses DWX CMS aus Leverkusen muss wirklich der Hammer sein fg)
  • Avatarbild von Alexander Murmann Alexander Murmann
    am 18. Mai 2009, 06:57 Uhr

    Zum Thema Firefox 3 + SSL: Wenn ich selber im Internet surfe, finde ich die Meldung auch nervig und uebertrieben. Wenn nun aber meine technisch unversierten Eltern auf die Seite ihrer Bank gehen und eine solche Meldung bekommen und mich dann veraengstigt anrufen, bin ich froh, dass Mozilla das so geloest hat. Ich habe lieber oft, nervige Fehlalarme, anstatt, dass meine Eltern ein einziges Mal auf eine Phishingseite hereinfallen und ihre Kontodaten verlorengehen.
    Wozu benutzen wir denn ueberhaupt SSL-Authentifizierung, wenn wir alle Warnungen komplett ignorieren? Wenn etwas an einem Zertifikat falsch ist, dann kann ich das Zertifikat nicht guten gewissens dennoch akzeptieren, ohne es vorher angeschaut zu haben. Woher soll ich denn sonst bitte wissen, dass es sich bei dem Betreiber der Seite dennoch um denjenigen Handelt, der er zu sein vorgibt? Dazu muss ich das Zertifikat anschauen und genau das ist der Workflow den Mozilla hier unterstuetzt.
    Mozillas Entscheidung hat definitiv mehr Bewusstsein geschaffen fuer das Thema Authentifizierung, Phisching und SSL-Zertifikate, auch bei technisch weniger versierten Nutzern. Leider Gottes ist das Thema komplex und fuer Laien schwer verstaendlich, dennoch stellt es jedoch keine gute Loesung da, das Thema quasi zu ignorieren, was die bisherigen Browsermeldungen gefoerdert haben. Wenn uns Profis das zu laestig ist und wir sowas darum geaendert sehen wollen, dann ist das sehr schade, denn es geht zu Lasten der unversierten user.
    Selbiges gilt fuer die nervigen Meldungn unter Windows.Die meisten Windowsuser sind unversiert und wenn die sich alle Viren einfangen ist Microsoft teilweise zu Unrecht der Beschuldigte. Das schwaechste Glied in der IT-Sicherheit ist leider halt immernoch der (ungeschulte) Benutzer.

    Vielleicht wuerde hier eine Verpflichtung zum PC-Fuehrerschein helfen und wir koennten uns in Zukunft solche Warnungen sparen.

  • Avatarbild von Peter Peter
    am 18. Mai 2009, 08:57 Uhr

    In Zusammenhang zur Linkempfehlung “Screenreader beherrschen” bei Access-for-all empfehle ich noch das Video bei DingoAccess, Refreshable Braille and the Web http://www.dingoaccess.com/accessibility/refreshable-braille-and-the-web/

    Sehr schöne und anschauliche Erklärung wie eine Braille-Zeile in Kombination mit einem Screenreader genutzt wird.

  • Avatarbild von Steffen Steffen
    am 18. Mai 2009, 23:46 Uhr

    Die Meckerei über TemplaVoila kann ich nicht nachvollziehen. Gerade was Übersichtlichkeit im Backend und Accessibility angeht ist TemplaVoila die Waffe der Wahl. Eigene FCE, die der Kunde nur mit Text befüllen muss und am Ende sieht es exakt so aus wie es aussehen soll? Ich möchte es nicht missen.

    Klar, man kann das auch extrem “verhunzen”, aber wenn man das von vornherein sauber strukturiert aufbaut und globale Inhalte wie eine Fusszeile als solche definiert, muss man auch nicht >50 Templates anpassen.

  • Avatarbild von Jörg Reinhardt Jörg Reinhardt
    am 19. Mai 2009, 10:55 Uhr

    Silverlight ist technisch gesehen klar geil, weil Hardwarebeschleunigt…

    Aber Macrosaft hat wohl eher nicht vor ein Plugin für Linux rauszubringen, von Authoring Tools fangen wir mal lieber gar nicht erst an.

    Ausserdem versucht Macrosaft den Silverlight Einsatz zu erzwingen (exklusiv Verträge für die Olympischen Spiele, NFL, NBL…)

    Wer Silverlight benutzt bevor M$ bereit ist das Format zu öffnen zerstört aktiv Standardisierung und Interoperabilität im Web.

    Wie könnt ausgerechnet Ihr das so unkritisch empfehlen!?
    Was kommt als nächstes? ActiveX Controls sind doch eigentlich auch ganz toll!?

  • Avatarbild von Moritz Gießmann Moritz Gießmann
    am 19. Mai 2009, 11:35 Uhr

    Schöne Sendung! David klingt etwas wie aus ner Dose.

  • Avatarbild von Ansgar Hein Ansgar Hein
    am 19. Mai 2009, 11:58 Uhr

    @Jörg Reinhardt: Silverlight steckt in den Kinderschuhen und ist ebenso wie Flash kein offener Standard. Mit Moonlight gibt es auch eine noch sehr rudimentäre Linux-Unterstützung. Ich persönlich halte nichts von M$-Bashing ohne Grund. Und solange SVG derart begrenzte Möglichkeiten bietet, braucht es andere Tools, wie Flash, Silverlight oder Java. Es sind keine offenen Standards, aber De-facto-Standards.

  • Avatarbild von Christian Fleschhut Christian Fleschhut
    am 19. Mai 2009, 16:56 Uhr

    Ein Webstandards Magazin-Abo sollte Pflicht werden für Berufsschullehrer (der Mediengestalter, etc. im NonPrint-Bereich), sowie Web Awards-Jurymitglieder. Bin ich ernsthaft sehr dafür!

    Gute, informative Sendung, danke!

  • Avatarbild von Martin Martin
    am 20. Mai 2009, 09:38 Uhr

    ich muss typo3 mal etwas in schutz nehmen. nach eurer abfuhr von 3 seiten … :)

    wie jedes system kann auch typo3 total falsch benutzt werden. da sollte man eher die typen der agentur verunglimpfen als das system an sich.
    der unsaubere code´ist nicht abzustreiten, jedoch schnell und einfach zu bereinigen. und ich bin mir sicher wenn erst die neue version erscheint – werden alle zweifler wieder im boot sitzen.

    ansonsten gelungene sendung. merci und weiter so!

    martin

  • Avatarbild von Tobias Tobias
    am 24. Mai 2009, 14:18 Uhr

    Also ich muss euch auch beim Thema Typo3/TemplaVoila widersprechen. Der Vorteil von Templavoila ist gerade das die vorarbeiten um sauberen Code zu erstellen begrenzt werden. Mit Contentelements und Pagetemplates ist das viel einfacher und meiner Meinung auch übersichtlicher für den Redakteur.

  • Avatarbild von Drazen Mokic Drazen Mokic
    am 25. Mai 2009, 03:26 Uhr

    Gute Sendung wie immer, nur eine Kleinigkeit:

    WolframAlpha – Die neue Suchmaschine

    Aus dem FAQ:

    Is Wolfram|Alpha a search engine?

    No. It’s a computational knowledge engine

  • Avatarbild von Thomas Flinspach Thomas Flinspach
    am 25. Mai 2009, 12:27 Uhr

    Hey David,

    vielen herzlichen Dank für die DynaMite-Lizenz! Ist vorhin bei mir in den Posteingang reingedröppelt!

    Viele Grüße

  • Avatarbild von Marcel Schwarzenberger Marcel Schwarzenberger
    am 29. Mai 2009, 19:09 Uhr

    @David
    Outest du dich jetzt als Printmagazinfan? Augenzwinkern Das merk ich mir. Sonst, als Printjorunalist: danke, dass ihr auch diesen Bereich mit bedenkt und ihm sogar noch als “übermächtig” bezeichnet.

    Da habe ich aber meine Zweifel.

Und was hast du zum Thema zu sagen?

Fülle bitte alle mit *-gekennzeichneten Felder aus.


Du darfst Textile verwenden, um deinen Beitrag auszuzeichen.