Warum wird eigentlich nur über PHP geredet? Wo bleibt eine Technikwürzefolge über .NET als Alternative? Das fragte sich unser Hörer Tobias Stephan und Schritt zur Tat.

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In dieser Episode soll es um Microsoft Visual Studio .Net (gesprochen DOT NET) gehen. Zusammen mit dem Technikwürze Hörer und Softwareentwickler Tobias Stephan reden Daniel Jagszent und Sascha Postner über diese .Net Entwicklerumgebung.

Zunächst geht es darum was eigentlich hinter diesem klingenden Namen steckt (was ist heute nicht alles .net?). Letztlich hat uns aber auch interessiert, wo die Unterschiede zu PHP liegen und wo Vor- und Nachteile der .Net Lösung zu suchen sind.

Tobias Stephan erläutert wie einfach es ist mit ein paar Klicks AJAX Anwendungen zusammen zu klicken und wie plattformübergreifend Entwicklungen mit Microsoft Visual Studio .Net wirklich arbeiten können.

Ein paar gute weiterführende Ressourcen findet ihr auf den folgenden Seiten:

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 13. August 2007 um 00:01 Uhr in der Kategorie Podcast veröffentlicht.
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Kommentare

  • Nico
    am 13. August 2007, 02:17 Uhr

    Ich habe leider nicht wirklich verstanden, was .NET ist. Zum einen soll es ein Framework sein, soll aber gleichzeitig das Programmieren in x sprachen ermöglichen. Außerdem kann man da irgendwelche Codeschnipsel zusammenziehen, sodass man in 3 Minuten eine Ajax Umgebung hat, was zu einem Editor passen würde.
    Was ist denn .Net nun? Ein Framework für eine Programmiersprache? Ein “Übersetzer” verschiedener Sprachen in Webanwendungen? Ein Editor zum bearbeiten in verschiedenen Programmiersprachen? Oder ein CMS, wo man nur irgendwelche Elemente zu einer Webanwendung zusammenzieht? Irgendwie war da von allem was drin.

  • Christian
    am 13. August 2007, 07:44 Uhr

    Warum kein .NET? Weil .NET nur richtig auf dem IIS läuft, und man sich somit im Prinzip auf einen Windows-Server festlegen muss, es gibt zwar auch Apache-Erweiterungen, die sind aber aus meiner Erfahrung alles andere als wirklich stabil.

    Mit PHP und Ruby (leider aber bei den meisten Hostern ebenfalls nicht im Angebot) ist man da was die Serverkonfiguration angeht doch um einiges flexibler.

    Wer natürlich einen IIS und genügend Performance parat hat ist mit .NET gut dran, aber die meisten Provider setzen eben auf PHP und Apache, weil der IIS wohl immer noch nicht als performant genug gilt.

  • Arne
    am 13. August 2007, 17:06 Uhr

    Hi Christian,

    Recht hast Du zwar, aber ich glaube Du verkennst da auch ein wenig die Einsatzgebiete. Mal ohne es qualitativ bewerten zu wollen ist .net denke ich mal eher etwas für das Enterprise-Umfeld. Natürlich kann jeder einzelne der .net zur Verfügung hat auch damit arbeiten, aber seine vollen Stärken spielt es ja dann doch eher da aus, wo Enterprise-Anbindungen vonnöten sind. Und ich denke mal, dass Windows-Server bei Grossbetrieben eher die Regel sind als Linux-Server, weshalb .net in solchen Bereichen wirklich die erste Wahl ist.

    Einer meiner Kunden ist bspw. ein Reisebüro mit 100+ Mitarbeitern und dort läuft die Internetpräsenz auf einem Gesamtsystem mit den Buchungsmodulen, Intranet und so weiter. Dass da Windows Server zum Einsatz kommt ist schon nicht mehr der Rede wert, dass auf solchen Systemen dann der Konnektivität halber eher .net als PHP oder Ruby eingesetzt wird fast schon selbstverständlich.

    Es kommt halt irgendwo immer auf den Einsatzzweck an. Und Hand auf’s Herz: PHP und Ruby sind genial, aber werden in der Regel eher für kleinere Sachen eingesetzt (was nicht heissen soll, sie wären generell für “grosse” Sachen nicht geeignet, wie angedeutet: dieser Kommentar soll eigentlich wertungsfrei sein).

  • Arne
    am 13. August 2007, 20:22 Uhr

    So, ich hatte nun auch mal die Zeit, ein wenig reinzuhören.

    Leider fiel mir auf, dass irgendwie sehr wenig auf die wirklichen Unterschiede zwischen der “typischen PHP-Programmierung” und der “typischen .net-Programmierung” eingegangen wurde. Ein wenig Überblick über die Struktur einer Webanwendung mit ASP.net wäre an dieser Stelle vielleicht für die Veranschaulich sehr hilfreich gewesen, da es ja doch ein enormer Unterschied ist und man als PHP-Programmierer ob der gesamten Funktionsweise erst einmal wie der sprichwörtliche Ochs’ vorm Berge steht. Ich sage ja nur “vorkompilierte Klassen” oder “dll” :-)

    In diesem Sinne, vielleicht habt Ihr ja Lust das Thema noch einmal aufzugreifen, weil es vielleicht für den einen oder anderen Webentwickler wirklich eine grosse Hilfe sein könnte, auch mal in die Enterprise-Welt Einblick zu erhalten, ohne nur mit Schlagworten bombardiert zu werden :-)

  • Thomas Schaaf
    am 14. August 2007, 04:37 Uhr

    Hi!
    Ihr habt im Podcast den Visual Studio Editor angesprochen und dafür gibt es ein prima Plugin um im VS in PHP zu programmieren. Es nennt sich VS.Php und ist meiner Meinung nach eine gute Alternative zu Zend oder anderen durchaus teuren Editoren.

    Deren Domain ist ganz einfach vsphp.de

    Ich habe schon viel mit ASPX gemacht in verbindung mit C#! Sehr nette Drag’n’Drop Sachen.. Da muss man wirklich Microsoft loben.

    Und die Beta 2 des VS 2008 sieht auch schon super aus!
    http://msdn2.microsoft.com/de-de/vstudio/aa700831.aspx

    Ich muss sagen Webanwendungen schreibe ich gerne in beiden Sprachen.. Auf dem Rechner ist es C#..

    Thomas

  • Spike
    am 14. August 2007, 09:19 Uhr

    Es ist schade festzustellen wie die Qualität der Technikwürze Podcasts immer weiter abnimmt.
    Es beginnt schon damit, dass .NET keine Alternative zu PHP sein kann, denn PHP ist eine Script-Sprache und .NET ein Framework/eine Bibliothek.
    Dazu kommt noch, dass wie Nico bemerkt hat, gar nicht klar wird was .NET eigentlich ist. Eine kleine Hilfe von mir. .NET ist eine Art Bibliothek aus der man sich von einer Programmiersprache bedienen kann. Wie einer der Teilnehmer des Podcasts angemerkt hat, könnte man .NET theoretisch auch an PHP anbinden. Wie kann .NET also eine Alternative zu PHP sein?
    .NET ist tatsächlich im Sinne von Microsoft Plattformunabhängig, unabhängig der gewählten Microsoft Plattform. Die echte Plattformunabhängigkeit kommt nur so langsam, weil andere Entwickler sich die Arbeit für Microsoft machen und .NET z.B. für Linux übersetzen (Mono) und Microsoft dieses “Gnädigerweise” nicht beukotiert.
    Der Ansatz von .NET ist nicht schlecht, die Bibliothek ist extrem gut geordnet, was die Bedienung sehr einfach macht. Das man in Visual Studio sich das so zusammenklicken kann ist übrigens kein Vorteil von .NET sondern von Visual Studio. Es wäre ohne weiteres Möglich so etwas für PHP zu verwirklichen, es hat nur keiner Interesse daran, denn es ergeben sich dadurch einige Nachteile. Durch das einfach durchklicken packt die Entwicklungsumgebung die Komponenten fein zusammen, aber immer so, dass es in allen Möglichen Fällen funktioniert. D.h. auf Barrierefreiheit und Webstandards wird hier gerne Verzichtet, es kommen immer die gleichen Teile zum Einsatz. Wer seine Seite gerne etwas spezieller hat oder selbst kontrollieren will was passiert muss sich ebenso mit der Sprache genau auseinandersetzen wir man es mit PHP machen muss.
    Zu dem ganzen Disaster kommt ja auch noch, dass es wie schon in dem Kommentar von Christian angemerkt, nur auf Windows Rechnern in Verbindung mit dem IIS vernünftig läuft. Dies stellt übrigens im klassischen Sinne schon eine Barriere dar, da diese beiden Komponenten Geld kosten ;-)
    Es ist wirklich Schade mit anzusehen, dass auch bei Technikwürze die Barrierefreiheit in den Hintergrund gedrängt wird. Der Kommentar des Moderators, dass ein Backend nicht Zugänglich sein muss, oder das man ab und zu auf Barrierefreiheit verzichten kann ist einfach Fehl am Platz. Was machst du Moderator, der sich so gut mit Webstandards und all dem Auskennst wenn du nach einem Autounfall plötzlich Blind sein solltest? Genau! Du guckst mehr oder weniger in die Röhre, denn CMS verwalten o.Ä. kannst du dann echt knicken. Warum? Naja, du meintest ja es sei nicht nötig auf Zugänglichkeit im Backend zu achten…

  • Philipp Nestler
    am 14. August 2007, 10:44 Uhr

    Für alle die ein CMS mit .NET aufbauen wollen/müssen:

    Unter http://www.dotnetnuke.com findet ihr ein sehr gut dokumentiertes CMS mit einer aktiven Entwickler-Gemeinde.

    Und zur Grundsatzdiskussion:
    Ob nun PHP, .NET oder Java zum Einsatz kommen sollte, entscheidet doch optimalerweise die Umgebung des Kunden und (hoffentlich) nicht die “politischen” Ansichten des Entwicklers.

  • Arne
    am 14. August 2007, 14:20 Uhr

    DotNetNuke ein sehr gut dokumentiertes CMS, überhaupt ein gutes CMS? Sorry, aber ich habe DotNetNuke bei einem Kunden im Einsatz und es ist einfach nur böse schlecht. Ein CMS, das um die gesamte Site ein FORM legt, so dass man keine manuellen Forms mehr anlegen kann (Schachtelung nicht erlaubt), das Standard-Menüsystem aus zig Verschachtelungen mit reinen JS-Links zusammenbaut und den DOCTYPE auf HTML 4.0x hardcoded (was glücklicherweise seit einem Dreivierteljahr zumindest per Scripting umgangen werden kann) find ich einfach nur schlecht.

    Ich benutze das System nun seit Ende 2006 und komme auch mittlerweile gut damit klar, aber ein gutes CMS ist definitiv was anderes!

  • cougarten
    am 15. August 2007, 00:04 Uhr

    Kleiner Tip an alle die keine Podcasts hören weil sie dann anfangen multitasking zu machen und dann doch nicht zuhören:
    2fache Abspielgeschwindigkeit!

    Einfach beim Windowsmediaplayer den knopf unter (sry meiner ist englisch) “now playing” drücken und unter “enhancments” “play speed settings” wählen. Nun könnt ihr das ganze etwas schneller abspielen und seit beschäftigt genug um euch nich tin anderen Dingen zu verlieren.

  • Clemens
    am 15. August 2007, 00:57 Uhr

    @cougarten: Danke für den Tipp, werde das probieren… (muss die Folge sonst immer 2,3 mal hören).

    Ich werde mich erst bissel in .NET einlesen, bevor ich was zum Inhalt der Folge sage…

  • Brandungskieker
    am 15. August 2007, 10:33 Uhr

    Ich fand diese Episode thematisch sehr interessant und auch aufschlussreich!
    Eine kritische Stimme zum Podcast ansich:
    Die hunderte äähs und ähms in den Fragen sind ziemlich störend. Das wirkte wenig vorbereitet und machte den Podcast schwer hörbar. Auch hätten die Interviewfragen viel kürzer und knackiger formuliert werden können. Das geht besser!

  • Andreas
    am 15. August 2007, 16:09 Uhr

    Ich kann mich der Meinung von Spike nur anschliessen. Ziemlich vieles, was im Podcast vorkam, war falsch.
    Meines Wissens nach zB, ist .NET auch nicht auf jeden Windows XP vorinstalliert.

  • FrankF
    am 22. August 2007, 11:16 Uhr

    Hallo, Technikwürze ist für mich ein sehr informativer und professionell gemachter Podcast. Aber speziell an dieser Folge habe ich einiges zu kritisieren.

    1. Gundlagen

    Etwas überspitzt gesagt war die Folge eine Plauderei unter Experten. Es wurde versäumt, die Grundlagen zu klären.
    Der Kern von .NET ist ja eine virtuelle Maschine, die den vom Compiler erzeugten Zwischencode interpretiert. Diese Grundlagen hätten meiner Meinung nach zuerst geklärt und die Vor- und Nachteile aufgezählt werden müssen.
    Ein Vergleich mit Java bietet sich hier an.

    2. Struktur

    In der gesamten Folge habe ich einen roten Faden vermisst. Ich hatte oft das Gefühl, das Gespräch sei nicht richtigt vorbereitet.

    3. Thema

    Ein Vergleich von .NET und PHP ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Vielleicht wäre es besser gewesen, C# und PHP zu vergleichen und .NET nur als Nebenthema zu behandeln.
    Richtig interessant für mich wäre noch die Behandlung von Java gewesen.
    Das Thema, wie man zugängliche Webseiten erzeugen mit beiden Systemen erzeugen kann, hätte eine etwas tiefgehendere Behandlung verdient.

    Trotz dieser Kritik freue ich mich jeden Montag auf die neue Folge von Technikwürze. Die Themen, die hier behandelt werden, sind größtenteils für mich sehr interessant und habe schon oft den Anstoß zu einer tieferen Auseinandersetzung geliefert.

    Frank

  • Tobi
    am 24. Oktober 2007, 11:02 Uhr

    Hallo Ihrs,

    schön, dass auch mal andere Themen beleuchtet wurden, auch wenn ich persönlich eher anti MS und pro PHP bin.

    Ihr fragtet nach Themen:
    Was mich persönlich mal interessieren würde wäre Ruby on Rails. Man sieht und hört es immer wieder, ich hatte allerdings noch nicht die Ruhe, mich damit auseinanderzusetzen.
    Daher wäre ein kleiner Einblick in diese Thematik echt klasse.

    Viele Grüße
    Tobi

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