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Reguläre Folge

Moderation

Transkript der Folge

  1. David

    Herzlich willkommen zum Technikwürze-Podcast Nummer fünfzehn. Heute ist der 3. April 2006. Mein Name ist David Martieski. Für euch habe ich einige Themen vorbereitet. Zum Ende der Sendung komme ich auch noch mal auf Technikwürze vierzehn zu sprechen, denn da gab's einige Userkommentare. Ja, die Barrierefreiheit scheint in aller Munde zu sein.

    Es gibt auf der Webseite usabilityexchange.com eine Webseite, die behinderte Menschen einlädt, Webseiten zu testen, von Leuten, die sehr, sehr viel Geld bezahlen dafür, dass ihre Webseiten getestet werden. Preise gehen da los ab zweihundertneunundneunzig Pfund, geht sogar bis fünfhundertneunundneunzig. Ach, hier sehe ich noch einen für hundertneunundneunzig Pfund.

    Also wenn ihr eure Webseite auf Usability-Grundlagen, überprüfen lassen wollt, dann könnt ihr das bei Usability Exchange machen und die Enduser, hoffentlich vielleicht auch Behinderte, schauen sich diese Webseiten an, und geben dann ihr Feedback über diese Webseite ab. Eigentlich ein toller Dienst. Sehr, sehr teuer allerdings. Vielleicht, gibt es den ja demnächst auch in Deutschland mit einem günstigeren Kostensatz.

    Auf onlinekosten.de habe ich einen Artikel gelesen über die Zertifizierung für barrierefreie Internetseiten. Und zwar gibt es einen neu gegründeten Verein, der heißt Web ohne Grenzen e.V., zu erreichen unter web-ohne-grenzen Punkt DE. Und die wollen die Webmacher unterstützen, so wie es hier heißt. Dort geht's um das Qualitätsmerkmal Barrierefreiheit. Die wollen natürlich auch Geld sehen und wollen Webseiten zertifizieren.

    Und zwar wird es da so fünf Sternchen geben und desto mehr Sternchen eine Webseite hat, desto barrierefreier soll sie sein. Also ein, eine richtige Zertifizierung für die Webseite. Schnellcheck geht da los ab dreihundert Euro und Intensivcheck kann schon mal zweitausend Euro kosten. Die endgültigen Preise stehen natürlich noch nicht fest. Das Ding hatten wir letztens schon mal. Ich hatte auf max.de darüber mal berichtet, und zwar am 2.

    Juni 2005, denn dort ging es um die DIN-Zertifizierung von barrierefreien Webseiten. Und zwar hatte damals das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik mit der akkreditierten Zertifizierungsstelle DIN CERT, so heißt das Ding, eine Institution des DIN, DIN Deutschen Institut für Normen e.V., meine Güte. Die haben so was Ähnliches gestartet und wollten damals eigentlich auch Webseiten zertifizieren, wollten diese prüfen, und dann sagen, okay, diese Webseite ist barrierefrei oder nicht.

    Es gab damals schon sehr, sehr viele Kommentare, die einfach gesagt haben, wir halten grundsätzlich von der Zertifizierung von Webseiten gar nichts, weil es macht auch nicht großartig Sinn und, es startet einen Wettbewerb, der eigentlich gar nichts mehr mit dem Thema an sich zu tun hat. Ich weiß nicht, was aus DIN CERT geworden ist, allerdings scheint dieses neue Zertifizierungsprojekt von Web ohne Grenzen eigentlich genau das Gleiche zu sein.

    Vielleicht stecken ja auch noch ein paar von DIN CERT mit dabei. Ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Auf jeden Fall, ich halte es sehr für bedenklich. Ihr könnt euch das ja selber noch mal anschauen auf web-ohne-grenzen Punkt DE und, fühlt den Leuten einfach mal auf den Zahn, was die da eigentlich vorhaben. Technik. Es sind die Kleinigkeiten, die beim Browsen einfach nach einer gewissen Zeit auftauchen und auftreten und sich bemerkbar machen.

    Im Browserfenster könnt ihr scrollen mit der Space-Taste, und zwar vertikalerweise eine Seite nach unten. Das macht sich bei Spiegel DE zum Beispiel sehr bemerkbar und ist sehr, sehr nützlich. Zurück kommt ihr wieder mit Shift und Space. Also wenn ihr unterwegs seid mit der Maus und tippt irgendwelche Formulare ein und ihr wollt zur nächstunteren Seite, dann einfach mal die Space-Taste drücken. Zurück geht's mit Shift und Space. Hintergründe.

    Im letzten Technikwürze-Podcast Nummer vierzehn ging es um die Web-Elemente und die Web-Editoren. Und in dieser Folge will ich ein bisschen was gut machen, was ich in der letzten Folge falsch gemacht habe. Denn ich habe da einige Elemente und einige Namen für irgendwelche gewissen Dinge in HTML durcheinandergebracht. Und der Michael Jendricik hat das Ganze mal auf seiner Webseite, beschrieben, was HTML nun wirklich ist und davon berichte ich euch jetzt.

    HTML bedeutet Hypertext Markup Language und ist die Sprache zur Erstellung von Webseiten. Die Bezeichnung setzt sich aus zwei Begriffen zusammen, die erklären, worum es sich bei HTML handelt. Hypertext und Markup Language. Hypertext ist nichtlineare Organisation von textueller Information. Die einzelnen voneinander unabhängigen Informationsblöcke werden Knoten genannt. Ein HTML-Dokument kann zum Beispiel ein solcher Knoten sein.

    Eine Verbindung von einem Knoten zu einem anderen nennt man Link, besser Hyperlink. Ein Link hat zwei Enden, genannt Anker, und eine Richtung. Anker heben sich üblicherweise durch andere Farben oder Textformatierungen ab, zumeist blau und unterstrichen, zumindest in der Default-Einstellung. Viele CSS-Editoren geben natürlich auch bei und werden die Linkfarben ändern und sie anders gestalten und das Layout anpassen.

    Aber auch hier ist ganz wichtig und das sagt eben auch die Barrierefreiheit aus: Macht einen Link bitte genauso kennzeichenlich für die User, dass es sich auch um einen Link handelt. Ein Link kann zum Beispiel per Maus oder Tastenklick auf den Anker oder per Sprachsteuerung gefolgt werden. Markup bedeutet zu Deutsch Textauszeichnung. Eine Markup Language ist also eine Textauszeichnungssprache, keine Programmiersprache. Das ist wichtig.

    Denn auch wenn ich sage manchmal zu meiner Freundin: "Ich gehe jetzt ein bisschen was programmieren", heißt es zwar auch, dass ich mit PHP programmiere, aber es heißt nicht, dass ich HTML programmiere. Dann würde ich wohl eher sagen, ich schreibe HTML. Die Textauszeichnungssprache, sie zeichnet die logischen Bestandteile eines Dokumentes aus, wie zum Beispiel Überschriften, Textabsätze, Tabellen, Listen oder Grafikreferenzen.

    Mit HTML erfolgt somit eine Einteilung des Dokumentes in seine einzelnen strukturellen Bereiche, genannt Elemente. Zur Verdeutlichung: HTML gibt die Struktur einer Webseite vor. Wie die einzelnen Elemente dargestellt werden, ist Sache von Stylesheets, CSS, seines Vorgaben von Browsers, Styleangaben des Autos oder Festlegungen des Benutzers. Ein HTML-Dokument setzt sich aus zwei Elementen zusammen: den Dokumentenkopf, das ist der Head, und den Dokumentenkörper, das ist der Body.

    Diese beiden Elemente werden in das HTML-Element eingeschlossen. Um dem Browser zu sagen, um welche HTML-Version es sich handelt, wird ein DocType angegeben. Im folgenden Beispiel für HTML 4.01 Transitional. Da geht's los mit dem DocType, mit dem HTML, mit dem Head, Body und HTML wird geschlossen. Es gibt innerhalb der Elemente Head und Body noch weitere Elemente, wie zum Beispiel Metaangaben oder Überschriften, Tabellen oder Listen.

    Das Element A wird durch zwei Tags, auf Deutsch Marken, eingegrenzt. Das Starttag A, Beginn eines Hyperlinks, und das Schluss-Tag Slash A, Ende des Hyperlinks. Dazwischen steht der Elementinhalt, der im Browser zu sehen ist und als Anker gekennzeichnet ist. Das Starttag beinhaltet das Attribut href Webseite Punkt D E zum Beispiel. Das Attribut trägt den Attributnamen href und hat den Attributwert eben die URL der Webseite. HTML ist keine Programmiersprache.

    Eine Programmiersprache ist laut Duden der Informatik eine Sprache zur Formulierung von Rechenvorschriften, die von einem Computer ausgeführt werden können. Eine Programmiersprache erlaubt es dem Programmierer, dem Computer Anweisungen zu geben und Algorithmen zu konstruieren, mit denen sich ein bestimmtes Problem lösen lässt. In HTML wird nichts programmiert. Es gibt keine Variablen, es gibt keine Aufgabenlösung durch Befehlserfolgen, keine Algorithmen oder dergleichen.

    HTML zeichnet einfach nur Text aus. Mehr zu diesem Thema könnt ihr lesen auf der Webseite von Michael Jendrischik auf jendrischik Punkt de Slash wsdev Slash Befehle. Den Link gibt es auch auf Technikwürze de in den Show Notes. Feedback. Von einigen Hörern habe ich noch ein paar Webeditoren genannt bekommen zum Technikwürze-Podcast Nummer vierzehn. Unter ihnen waren Sascha, Silent Warrior und Stefan, die das gemeldet hatten.

    Ungeprüft waren dabei Kate, Quanta plus, Notepad zwei, Bluefish, CSS, ED, Emex und Wim für den SSH-Zugriff zum Beispiel. Feedback zu dieser Sendung könnt ihr schicken an die E-Mail-Adresse echo at technikwürze de oder hinterlasst einen Kommentar im Kommentarbereich von technikwürze de beziehungsweise www.mex de. Ich werde in der nächsten Zeit die Webseite ein bisschen umstrukturieren. Derzeit gibt es ja die neueste Meldung eines neuen Technikwürze-Podcast auch im Journal von mex de.

    Das wird in Zukunft zusammenfließen, sodass ihr eben nicht zwei Kommentarbereiche habt, sondern nur noch einen. Also es gibt weiterhin eine Technikwürze-Seite. Dort könnt ihr die Technikwürze dann hören und, die Show Notes findet ihr dann zukünftig nur noch im Journal. Das Ganze wird aber übersichtlich, verlinkt sein, sodass ihr keine Probleme habt, zu schauen, wo müsst ihr jetzt hin? Auf Journal, mex de oder Technikwürze. News.

    Die Computerzeitschrift Chip hat ein neues Sonderheft rausgebracht unter dem Titel "Homepage, die perfekte Webseite planen, aufbauen und optimieren". Das Heft ist erhältlich für neun Euro fünfundneunzig schon jetzt im Zeitschriftenhandel und dort geht es unter anderem eben um die Erstellung von Webseiten. Ein Kapitel davon ist barrierefreies Webdesign, "So wird Ihre Webseite zugänglich". Dort ist auch das umfangreiche Essay von mex de um barrierefreie Webseiten verlinkt.

    In meinem Essay hatte ich auch ein Beispiel herausgebracht. Und zwar war das eine grüne Seite, wo ich einfach mit Bordmitteln versucht habe, eine Webseite herzustellen mit dem Resultat eines grausamen Quellcodes und auf der gegenüberliegenden Seite exakt das gleiche Design mit einer barrierefreien Version. Das könnt ihr euch dort anschauen und auch dieses Beispiel ist mit riesengroßen Screenshots auf Seite sechzehn, siebzehn dieses Heftes veröffentlicht.

    Also wenn euch das interessiert, diese ganze Thematik, dann schaut in das Heft Chip Homepage, die perfekte Webseite oder auf mex de Slash Essays Slash barrierefrei. Dort findet ihr auch einen Link, ebenso auf der Startseite von mex de zu dieser grünen Beispielseite. Liebe Chip-Leser, schaut bitte noch mal extra in den Bereich rein. Feedback bitte an echo at technikwürze de. Die Mucke.

    Auf der Webseite hat wieder einmal der Flash-Bug zugegriffen, denn der letzte Technikwürze-Podcast vierzehn war, wenn ihr ihn abgespielt habt, über Flash ziemlich schnell. Ich weiß nicht im Voraus, ob das mit diesem Podcast genauso sein sollte. Wenn ihr also das Gefühl habt, dass meine Stimme ein bisschen piepsig ist, liegt das nicht an mir, sondern es liegt an diesem Bug von Flash, der manchmal die Podcast-Folgen im Generellen- Einfach viel zu schnell abspielt.

    Sollte das bei euch der Fall sein, bitte abonniert den Podcast über eure Medien, zum Beispiel iTunes oder lädt euch direkt das MP3 runter, dann hört ihr das in der normalen Lautstärke. Dies war der Technikwürze-Podcast Nummer fünfzehn vom 3. April 2006. Mein Name ist David Matiesky. Von Mason Reed gibt's jetzt noch den Song Bad Enough aus dem Podsafe Music Network.

  2. Einspieler

    Well, I took off her top, she was so hot. Her neck in the sweat like a hundred degree. And the voice in my head tried to tell me to stop. But I just kept going. She just kept going. The devil's in the desert and I'm fixing on sand. Sang, "Play me like a record, drop the needle again." Well, I know you wanna be with a bad boy, baby. Am I bad enough for you? I know you wanna be with a rock star, mama, but I'm gonna have to do. I said, I know you wanna be with a bad boy, baby.

    Am I bad enough for you? I know you wanna be with a rock star, mama, but I'm gonna have to do. I said, I know you wanna be with a bad boy, baby. You've been looking at me five or six times, maybe. I think you'd agree that we should see about knowing each other more intimately. But who's the dude in the motorcycle with the-- About the cell phone? I'm the one drinking alone. Shit. Well, I know you wanna be with a bad boy, baby. Am I bad enough for you?

    I know you wanna be with a rock star, mama, but I'm gonna have to do. Yeah, I know you wanna be with a bad boy, baby. Am I bad enough for you? I know you wanna be with a rock star, mama, but I'm gonna have to do. We'd fall in love like a Hollywood back lot. Two cherry jackpot, put me in the middle, yeah. And when the whiskey gets the best of me. Such is life and c'est la vie. Well, I know you and you know me from a long time ago. You know what is to be will always be.

    And always has been forever. I know you wanna be with a bad boy, baby. Am I bad enough for you? I know you wanna be with a rock star, mama, but I'm gonna have to do. Well, I know you wanna be with a bad boy, baby. Am I bad enough for you? I know you wanna be with a rock star, mama. I got nothing better to do, nothing better to do. Nothing better, nothing better to do, nothing better to do.

  3. David

    Nächste Woche Montag gibt's den Technikwürze-Podcast Nummer sechzehn. Bis dahin.

Macht die Zertifizierung von der Barrierefreiheit von Webseiten Sinn? Außerdem: Tipps beim Browsen, die Erklärung, was HTML genau ist. Und: Die Sonderausgabe der Zeitschrift CHIP.


Erwähnungen 3

Kommentare 5

  • Wenn mich jemand fragt was Barrierefreiheit bedeutet oder was eigentlich HTML ist -- oder wenn er sagt er programmiere HTML -- dann schick ich ihn zu Technikwürze. :)

    Sind die Shortnotes im MP3-Tag? Oder überseh ich was?

    Zum Thema Links:
    Manche Seiten halten sich leider nicht daran die Links -- ganz gleich ob besucht oder nicht -- farblich hervorzuheben. Selbst solche Webseiten nicht die sich für Barrierefreiheit einsetzen. Bei www.einfach-fuer-alle.de ist es beispielsweise so, dass zwar besuchte Links noch unterstrichen sind, aber sich vom Text farblich nicht abheben. Ich übersehe den Strich natürlich. Was sollte mein Gehirn auch auf eine Unterstreichung reagieren wenn es augenscheinlich doch nur um stinknormalen Text handelt?

    Noch nebenbei: Die Formatierung der Kommentare könntest du noch dahingehend überarbeitet, dass (1) die An- und Abführungen dann enden, wenn auch der Kommentar endet, (2) die Gedankenstriche wie in Deutschland gesetzt werden. Ach, und deine Knöpfe könntest du auch noch bläulich leuchten lassen ;) (dummgrins)

  • Ich überarbeite im Moment die gesamte Webseite. Auch meine "schönen" Riesenbuttons werden weichen. Wie ein Formular später aussehen wird, kann man hier sehen. Auch wird es strukturelle als auch inhaltliche Änderungen geben. Danke aber auf jeden Fall für deinen Kommentar!

  • Alles war auch nicht so ernst gemeint.
    Deine Überarbeitung finde ich ansprechend.

    Auf die inhaltliche Änderung bin ich schon gespannt.

  • Hallo Macx,

    die HTML-Einführung hat mir super gefallen. Schön mal alles so schön kompakt zusammengefasst zu hören.

    Gruß Doro

  • Eine gewisse Barrierefreiheit im Netz ist schon sinnvoll. Mit einfacheren Standards und einer klaren Struktur wird die Kompatibilität verbessert sowie die Ladezeiten verkürzt. Außerdem soll sie ja eine Grundlage für eine erfolgreiche SEO-Optimierung sein. Doch man tut auch den Usern einen großen Gefallen damit. Denn noch lange nicht alle und vor allem nicht die ältere Generation bewegt sich sicher im Netz und auf den Webseiten. Man muss sich selbst nur mal als Webmaster in die Lage eines Sehbehinderten versetzen, um die Schwierigkeiten allein nur dieser speziellen Gruppe nachvollziehen zu können. Aber auch die Gehörlosen und andere Gruppen wie die in der Bewegung eingeschränkten treffen auf große Schwierigkeiten beim Handling mit dem Netz. Überheblichkeit hilft hier niemanden. Man kann selbst schnell in die Situation geraten. Mit einer richtigen Semantik und der passenden Text- und Überschriftengliederung kann schon einiges erreicht werden. Davon einmal ganz abgesehen, dass die Suchmaschinen sich über gute Überschriften freuen.

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