Einfach persönlich 2/2 Technikwürze 8
Heute der zweite Teil vom einfach persönlichem Blogger Jörg Petermann. Er steht David Maciejewski Rede und Antwort. Teil 2 / 2.
Transkript der Folge
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David Montag, der dreizehnte Februar zweitausendsechs. Hier ist der Technikwürze-Podcast Nummer acht mit dem zweiten Teil des Interviews mit Jörg Petermann. Heute wird's wieder einfach persönlich.
Also ich schneide gleich noch mal. Jörg, herzlich willkommen zum Technikwürze-Podcast Nummer acht, der zweiten Folge.
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Jörg Einfach persönlich, hallo.
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David Bisher warst du eigentlich derjenige, der für deine Leser geschrieben hat. Heute drehe ich den Spieß mal um und interviewe dich. Was hat dich dazu bewogen, heute dich dem Interview in auditiver Form zu stellen?
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Jörg Ja, was hat mich dazu bewogen? Zwei Dinge. Zum einen ist die Frage laut geworden, dass jemand mich einmal interviewt. Was, da sind also mit Sicherheit schon einige Leute neugierig drauf, dass ich auch mal Rede und Antwort stehen muss. Und zum zweiten ist es natürlich für mich ein Mittel, mich mal in einer Form, zu Gehör zu bringen, und Rede und Antwort zu stehen, die bisher noch gar nicht üblich ist, weil man kennt mich, man kann mich lesen. Jetzt kann man mich hören.
Wer will, kann parallel im Weblog, das Foto, sich ansehen und von daher 'n etwas realistischen Eindruck haben. Ich denke, die mich persönlich kennen, werden, mich da von einer anderen Seite kennenlernen.
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David Woher kommt der Name eigentlich "Einfach persönlich", der, der Name deines Weblogs?
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Jörg "Einfach persönlich", war eines Tages, als ich vor dem Rechner saß, einfach da. Eingebung. Es war etwas, was, es sollte 'ne doppelte Bedeutung haben. Es sollte also 'ne doppelte Botschaft haben, "einfach persönlich". Also z-- vom Grunde her möchte ich es einfach machen. Im wahren Sinn des Wortes und zum zweiten trifft, das Persönliche die Art und Weise, wie ich bin und wie ich die Sachen lebe, wie ich sie umsetze. Und da lag es irgendwann mir auf der Zunge.
Ich hab mich an den Rechner gesetzt, hab die Domain angemeldet. Das war 'ne Spontanreaktion und das Projekt kam viel, viel später. Und wie sich witzigerweise rausstellt, ist der Name Programm. Also.
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David Einfachpersönlich.de. Schaut direkt jetzt noch mal drauf, schaut euch auch das Bild vom Jörg Petermann an, denn habt ihr auch gleich 'ne Assoziation zu ihm. Einfachpersönlich.de. Jörg, du schreibst, sehr kreativ und auch, sehr viel. Also dir fallen unglaublich viele Themen ein. Am Tag gibt es, zwei bis drei Beiträge bestimmt. Woher nimmst du diese Kreativität, diese, diese Themenfalt? Was fällt dir ein?
Also, hast du dir 'n bestimmtes Ziel gesetzt, wo du sagst, heute schreibe ich über das oder kommt's einfach über dich und du sagst: "Jetzt leg ich los"?
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Jörg Mhm. Ja, also zum, zum einen bin ich natürlich, 'n sehr kreativer Mensch. Also einer meiner Stärken ist, dass mir, also permanent rund die Uhr, Ideen zu den unterschiedlichsten Themen einfallen. Mmm, also 'ne wandelnde Ideenfabrik, die sich mehr oder minder nicht abschalten lässt. Von daher Ideen zu haben, ist für mich kein Problem, die spulen permanent raus. Zum zweiten bin ich inhaltlich sehr breit orientiert.
Mich interessieren die unterschiedlichsten Themen, sehr stark aus dem Fokus der Persönlichkeit. Also der Mensch steht für mich im Fokus mit seinen einzigartigen Potenzialen, Talenten und Stärken. Und im Rahmen vom "Einfach persönlich" versu-versuche ich oder habe ich in der Vergangenheit 'n kleinen Teil der Bandbreite dargestellt.
Es gibt also noch wesentlich mehr, w-worüber zu berichten wäre und, die Feedbacks von den Lesern zeigen mir deutlich, dass der Wunsch nach noch mehr einfach persönlichen Themen,, gefragt ist. Witzigerweise, sagte ein Leser, neulich, dass der Bericht über 'n Plugin wesentlich unspannender wäre, wenn ich also persönlich, in der Form, wie ich es, sonst zu tun pflege, authentisch schreibe-
... dann würde das an der Stelle noch viel, viel mehr und spannender sein und, der Wunsch, das zu vertiefen, ist also aus unterschiedlichsten Richtungen angetragen worden.
Find ich spannend, ja.
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David Also einfach, weil sie das einfach persönlich bei dir gewohnt sind. Ich mein, du schreibst natürlich auch über, über Themen, wie WordPress oder, die Weblogsysteme. Mit welchem Weblogsystem, bloggst du und warum?
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Jörg Also ursprünglich angefangen, hab ich mal mit Nucleus, und das aber nur über das Teststadion nicht rausgebracht. Ich hab relativ schnell, zu Movible Type gefunden und seit der Version zwei, null, arbeite ich, von Hause aus mit Movible Type. Erst für mich, dann später im Prinzip mit dem konkreten Projekt. Und parallel dazu arbeite ich sehr intensiv mit WordPress. Also von daher sind das so zwei unterschiedliche Systeme, die sich ergänzen.
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David Du experimentierst auch gerne, also nicht nur mit der Technik, sondern auch mit der Persönlichkeit des Lesers, richtig?
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Jörg Ich denke, ich hab 'n Gespür recht unbedingter Art für Potenziale im Menschen wie in der Technik. Ich hab sehr intensiv und über lange Jahre mit Menschen gearbeitet, beratend, im Coaching und, im Training. Mmm, wenn ich jetzt Webdesign mache, verbindet sich die, das Webdesign mit der Persönlichkeit, auf 'ne einzigartige Art und Weise, weil letzten Endes Kaufentscheidungen mehr oder minder immer von Menschen getroffen werden.
Es gibt jede Menge Webseiten, die mehr oder minder informativ sind, und ich glaub, dass in der Zukunft es immer mehr darauf ankommt. Deswegen ist, ist, ist das eigentlich auch so Faszination bloggen. Ich hab irgendwann zum Weblog gefunden, hab gemerkt, dass dort unwahrscheinliche Potenziale drin sind, die noch lange nicht, an die, ans Tageslicht gekommen sind.
Und, - Mich sehr stark in diesem Segment im Prinzip, ich sage mal, auch spezialisiert, und, ich denke, dass ein Weblog 'ne Möglichkeit hat, die PR und, 'ne Webseite als Akquiseinstrument in einer einzigartigen Weise zu unterstützen, die wir bisher von rein statischen Webseiten so nicht kennen.
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David Was motiviert dich denn am Bloggen?
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Jörg Was motiviert dich am Bloggen? Es ist die, die-- das Weblog als solches ist ja keine neue Technologie. Es sind im Prinzip, wie ich neulich in dem, in dem, Beitrag von Jeremy Whites am neuen Buch geschrieben habe, es sind, 'ne Handvoll Faktoren, die zusammenkommen und die in der Summe der Faktoren das eigentlich Faszinierende am Bloggen ausmachen.
Also, sich persönlich darstellen zu können und wenn ich 'n Blog lese, dann lerne ich 'nen Menschen kennen, ohne dass ich ihn nur einmal gesprochen habe. Dadurch, wie er schreibt, was er schreibt, in welchem Tonfall er schreibt, wie er sich ausdrückt, hmm-- Das würde ich bei einer normalen Webseite nie im Leben kennenlernen. Eine statische Webseite steht im Internet. Sie hat ein Leistungsangebot, ist sehr nüchtern, ohne Persönlichkeit. Wenn ich Glück habe, ist da ein Foto drauf.
Bei den meisten finde ich gar kein Foto. Mal, mal, zu schweigen davon, dass ich dort interaktiv agieren kann mit dem Betreffenden, denn in den meisten Fällen sind die Kontaktdaten derartig gut versteckt, dass die Leute sagen: „Bitte keinen Kontakt zu mir und geben Sie mir ja keinen Auftrag."
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David Ich mein, du warst auch einer der Ersten überhaupt, die ihr Webblog wirklich persönlich gemacht haben, alleine durch dein Foto. Du hast ein Foto direkt auf die Startseite gezeigt, gestellt, um den Leuten zu zeigen: "Ich bin der Jörg und ich bin derjenige, der hinter diesen ganzen Einträgen steht.", das ist auch ein bisschen das, was dir bei anderen Webseiten fehlt, richtig?
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Jörg Die Persönlichkeit fehlt mir insgesamt. Also ich denke, dass es entscheidend ist, ich m-- ich will einen Menschen durch eine Webseite und der Trend kommt immer mehr. Bevor ich Kontakt zu jemandem aufnehme, schaue ich mir seine Webseite an. Ich bilde mir einen Eindruck. Ich gucke, wer hat das produziert? Wer steht dahinter? Wie beschreibt er sich? Wie, was hat er für ein Leistungsspektrum? Was macht der überhaupt?
Finde ich keine Informationen zu den Daten und die finde ich in sehr vielen Weblogs einfach nicht. Grundlegend nicht oder nur rudimentär, ist die Seite und ich spreche mit vielen,, Kollegen und Unternehmern, ist die einfach nicht interessant. Das muss man einfach so sehen. Die Masse der Webseiten hat es nicht und die, die es haben, entwickeln einen eigenen Charme, ein eigenes Charisma.
Und wenn die Leute, die das dann auch noch machen, authentisch hinter dem stehen, wenn sie also da hundert Prozent, dahinter stehen, dann ist das etwas, was, was sofort rüberkommt und was, so... Ich habe zwar nur einige Feedbacks, aber ich denke mal, dass ich mir aus diesen Rückläufen unter anderem die steigende Popularität seit September letzten Jahres erklären kann.
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David Du hattest gerade Ende letz-- oder Mitte letzten Jahres einen, einen richtigen Schub. Durch was kam der?
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Jörg Es sind unterschiedliche Faktoren. Ich habe mich sehr intensiv damit beschäftigt: Was macht eigentlich die, was macht ein erfolgreiches Weblog aus? Das heißt, ich beschäf-- ich schreibe zum einen und ich studiere die Technik,, sehr intensiv. Das heißt, es gibt viele Themen, über die ich bis jetzt noch nicht geschrieben habe, was das Bloggen als solches betrifft, die Art, da heranzugehen. Ein Faktor ist mit Sicherheit Persönlichkeit.
Vor einigen Tagen ist das Buch "Naked Conversation", im Prinzip erschienen. Der Skoplaser hat im Prinzip, zusammen mit 'nem Kollegen ein neues Buch geschrieben. Ein Punkt darin ist Persönlichkeit. Das heißt, einen Menschen schreiben und lesen zu können mit den unterschiedlichen, Facetten, Stärken, Talenten, die er hat, und dort auch Themen zu finden, die Impulse geben, die Anregungen finden. Das ist etwas, wo, mir der eine oder andere Leser einfach sagt, : "Ich komme, einmal am Tag.
Es ist nicht immer etwas für mich dabei. Das Spektrum ist einfach breiter. Einen Impuls nehme ich täglich meistens mit. Das reicht mir völlig aus, als Grund wiederzukommen." Und das ist ein spannendes Unternehmen. Während ich Anfang im Prinzip nur für mich geschrieben habe, ist es zunehmend ein Dialog, der intensiver wird. Die Kommentare werden länger.
Und das sehe ich sehr mit Freude, weil ich, im amerikanischen Bereich, als ich das Bloggen kennenlernte, kennengelernt habe, dass die Kommentare eigentlich das Salz in der Suppe, in der Bloggersuppe sind. Und ohne die Qualität der Kommentare, die den Beitrag ergänzen und weiterführen, ist das Ganze eigentlich nur die Hälfte wert.
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David Glaubst du, viele deiner Leser, kommentieren gern oder, oder gibt es so 'ne typisch deutsche Zurückhaltung der, der Offenheit gegenüber?
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Jörg Also ich denke, dass, ri-richtige Statistiken ha-habe ich nicht. Ich denke, dass die Kommentarquote, die momentan beim Beitrag bei, bei etwa zwei Komma sieben liegt pro, pro Beitrag, nicht überdurchschnittlich groß ist. Im Vergleich zu anderen Blogs, denke ich, liegt sie relativ gut. Etwa fünf Prozent der Leserschaft, kommentieren nur, andere lesen still. Gibt es die unterschiedlichsten Ursachen für.
Ich denke, dass aber auch ein gegenläufiger Trend da ist, zu sagen, wenn die Popularität steigt, gibt es an der Stelle irgendwann einfach ein Problem, dass mit steigender Kommentarzahl, du nicht mehr in der Lage bist, das dann alles zu händeln und auch individuell zu antworten.
Das heißt, ich kommentiere, in meinem Blog selbst, was viele nicht tun, einfach weil mir an der Ko-Kommunikation gelegen ist, und die Kommentare unter anderem in vielen Fällen den Beitrag ergänzen, weiterführen und auf die Fragen, Antwort geben, die da zum Teil auch gestellt werden.
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David Für unsere Technikwirzehörer:, was sollte sie bewegen, auf dein Weblog zu gehen?
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Jörg Was sollte die Verbin-- die Verbindung? Es schreibt jemand, der das Webdesign, hm, aus der Sicht des Menschen, der dahinter steckt, sieht, und der sich mit der, der auf eine authentische Weise eine persönliche Sicht zu den Dingen entwickelt, öfter auch mal querdenkt, Impulse liefert.
Wer also Interesse an, Weiterdenken, Umdenken, neuen Aspekten hat, für den gibt es mit Sicherheit in dem Segment Movable Type, WordPress, Blogging, und, persönliches Selbstmanagement die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte, die ich dort, zur Diskussion stelle.
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David Immer unter dem Fokus "einfach persönlich". Feedback. Das war der Technikwürze Podcast Nummer acht mit, Jörg Petermann heute im Interview. Hinterlasst uns bitte eure Kommentare. Geht auf max. de und technikwürze. de, schreibt mir über den Podcast: Was denkt ihr darüber? Wie fandet ihr das Interview? Und geht bitte auch auf einfachpersönlich. de. Hinterlasst dem Jörg auch 'ne Nachricht. Wir hören uns wieder nächste Woche mit weiteren spannenden Themen. Vielen Dank, Jörg, für das Interview heute.
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Jörg Tschüss.
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David Der Podcast Club für Eins.
Heute der zweite Teil vom einfach persönlichem Blogger Jörg Petermann. Er steht David Maciejewski Rede und Antwort. Teil 2 / 2.
Ich fand den zweiten Teil der Interview-Serie deutlich besser, da Jörg wirklich seine Meinung und Vorstellung geschildert hat.
PS: Wäre noch besser wenn man die "Alle Folgen im Überblick" einen anderen Titel geben würde statt einfach "Technikwürze #03", was ja soviel wie nichts über den Inhalt der Ausgabe aussagt.
Grüsse
Ich werde demnächst diese gesamte Rubrik komplett umgestalten. Inzwischen sind doch ein paar Folgen zusammengekommen, die übersichtlich erreicht werden wollen. Es wird auch einen Flash-Player geben, mit dem man alle Folgen abspielen kann.
Ich höre diesen Podcast heute zum ersten mal!
Super! Entspannte Art, sich neben dem Arbeiten oder der Rechnernutzung zu informieren ansatt stundenlang am Rechner zu lesen.
Neben dem Typo3-Cast (www.cms-mit-typo3.de) der einzige mir bekannte Podcast zum Thema Webdesign, den man hören kann.
Ich würde mir wünschen, wenn du zu den Seiten über die du sprichst auch in den "Show Notes" einen Link setzen würdest. Spart viel Google-Suche und dann ließen sich die Seiten aus Juice direkt laden.
Dank für deine Arbeit und weiter so!
In den neuen Folgen sind bereits Links immer enthalten. Vielleicht schaffe ich es mal, Links für die alten Folgen online zu stellen.