Technikwürze

Wer suchet, der findet!

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Transkript der Folge

  1. David

    Noch fünf Folgen bis zur vollen fünfzig. Herzlich willkommen zur Technikwürze Nummer fünfundvierzig, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Wie immer jeden Montag frisch und live. Ich möchte euch diese Woche in die Woche entlassen mit dem zweiten Teil vom Interview mit Sirk Bornemann, was ich letzte Woche geführt habe. Wir haben uns unterhalten über den Markup-Valeer-, Validator des W3C, Validome Unicorn, Stichwort.

    Dann haben wir natürlich viel geredet über Microsoft und den Internet Explorer sieben. Sehr viel über Tidy, da konnte der Sirk uns ja am meisten drüber was erzählen. Web 2.0 ist 'n Stichwort und ganz interessant, diesen Teil werdet ihr dieses Mal hören: Mime Type von JavaScript. Denn es gibt einen neuen, der zukünftig ausschließlich nur noch eingestellt und, benutzt werden sollte anstatt von Text JavaScript. Aber dazu mehr im Interview, mit mir und dem Sirk Bornemann.

    Zunächst gibt's aber erst mal das hier:

  2. Sierk

    Die Hörer kommen zu Wort.

  3. David

    Genau, denn diese Rubrik würde ich gerne öfters bringen, wenn ihr mich denn mal anrufen würdet unter null fünf elf einundzwanzig siebenundzwanzig dreihundert. Das hat jetzt jemand getan, und zwar der Matthias Kuchen. Der ist auf der Suche nach richtigen Captchas, und zwar die barrierefreie Version. Wenn jemand von euch weiß, wie barrierefreie Captchas gehen, dann meldet euch doch bitte im Blog von Technikwürze.de, aber lauscht erst mal selbst dem Matthias, wie er euch die Frage stellt.

  4. Matthias

    Hallo, ich bin der Matthias. Ich bin auf der Suche nach einer barrierefreien Möglichkeit sicherzustellen, dass der User meiner Seite ein Mensch ist. Normale Captchas fallen raus, da Blinde keine Bilder betrachten können. Ich glaube, Google generiert Soundfiles, welche den Code ausgeben sollen. Hierbei verlangt Firefox zumindest die Installation von Apples QuickTime. Das ist doch nicht als barrierefrei zu bezeichnen.

    Eine sehr klassische Variante des Captchas stellt für den User logische Fragen, die beantwortet werden müssen. Aber erstens ist dies im klassischen Sinne auch eine Barriere, weil erst eine Frage beantwortet werden muss und zweitens kann ein Robot die Fragen alle speichern, ohne Probleme wiedergeben. Ich freue mich auf rege Beteiligung.

  5. David

    Genau, wer also was von Captchas erzählen möchte, ist herzlich eingeladen. Dir, Matthias, kann ich nur raten, einmal auf einfachfuralle.de Slash Artikel Slash Captcha zu gehen. Dort findest du 'n Artikel von Oliver Nadig, der sich mit dem Thema befasst hat.

  6. Sierk

    Interview.

  7. David

    Kommen wir also zum zweiten Teil mit dem Interview mit Sirk Bornemann, was ich letzte Woche geführt habe. Wenn ihr das Interview noch nicht gehört habt, zumindest den ersten Teil der letzten Folge, dann hört euch diesen bitte zunächst einmal an, denn wir nehmen jetzt im zweiten Teil natürlich Bezug auf den ersten, weil wir das an einem Stück aufgenommen haben. Also ich halte jetzt erst mal meinen Mund, hört dem Interview und ich wünsche euch viel Spaß.

    Nicht zu vergessen, aber nach dem Interview geht's natürlich weiter.

  8. Sierk

    Also ich habe es, eigentlich lange jetzt nicht erlebt, dass ich irgendwas, was ich, durch Tidy hab durchlaufen lassen, was, in dem, in dem Validator einen Fehler produziert hat.

  9. David

    Ja, ja.

  10. Sierk

    Also von daher ist das für mich nur noch 'ne, 'ne schöne, Übung irgendwie, das dem Validator zu geben, um dann zu sehen, ja, ist okay.

  11. David

    Dass deine Arbeit, die du gemacht hast, war wirklich gut, ja.

  12. Sierk

    Genau, das mache ich dann stichprobenartig bei irgendwelchen Seiten und ansonsten kann ich mich voll drauf verlassen, was entweder ich mit meinem,, mit meiner Kenntnis so aus freier Feder, geschrieben hab oder was ich eben hab durch Tidy,, prüfen lassen.

  13. David

    Na auch Gott sei Dank macht die Website, die Webbrowser heute das auch mit. Ich mein, wenn ich mich rückentsinne vor acht Jahren, wo es keine andere Möglichkeit gibt, als tabellenbasierte Layouts zu machen und, CSS war gerade noch in den Anfängen. Da war das Thema schon schwierig.

    Aber jetzt haben wir die Technologie und jetzt brüllen ja viele auch danach, verständlicherweise: „Macht die Webseite zugänglicher oder auch sauberer vom Handwerk." Also Gott sei Dank haben wir endlich die Möglichkeiten. Also sollten wir auch Sachen wie den Validator oder Tidy grundsätzlich, sagst du, natürlich immer einbinden und nutzen.

  14. Sierk

    Das, das Problem, was sich hier auftut, das sieht man jetzt auch an der aktuellen Diskussion mit Ajax. Ich persönlich bin noch nicht so der Ajax-Geek. Ich guck mir das erst mal so'n bisschen an. Ich hab auch schon im Web Hypes kommen und gehen sehen und im Moment betrachte ich das so'n bisschen als Hype. Ich wart mal ab, was in ein, zwei Jahren ist, w-- was aus Ajax geworden ist oder in welche Richtung sich das entwickelt,, haben wird.

    Aber man munkelt zum Beispiel, dann gibt es ernsthafte, ja es-- sind schon mehr als Gerüchte, dass einer der Anlässe für den neuen Internet Explorer sieben unter anderem das, weiterentwickelte Web eben ist.

    Und es gibt, so 'nen englischen Ausspruch, der, der heißt dann, "You have to eat your own dog food." Und so muss sich wohl Microsoft auch langsam gefühlt haben, als sie nämlich gemerkt haben, da wo sie mit ihrer Firmenstrategie hinwollen- -nämlich auf diesen Web-Services-,, Markt und Ajax et cetera, da können sie mit ihrem alten Internet Explorer auf einmal nix mehr ausrichten- -weil der das nämlich alles gar nicht kann.

    Ja, und deswegen haben sie auf einmal gemerkt: „Ups, wir müssen an dem Browser was drehen, weil wir nämlich sonst mit unserer ganzen Firmenstrategie, in na Zukunft Bruchlandung,, erleben werden."

  15. David

    Das haben wir auch gesehen damals beim Netscape 4.7. Es war genau dasselbe. Netscape 4.7 kann, So viele Sachen von CSS gar nicht, dass man irgendwann gesagt hat oder, oder die Entwickler haben einfach gar nicht weitergemacht, dass es in die Stagnation kam, also dass nichts mehr gemacht wurde. Dasselbe Internet Explorer, der ist jetzt Gott sei Dank in 'ner neuen Version draußen, aber ist immer noch nicht so der, der Riesenbrüller, ne. Also er unterstützt deutlich mehr.

    Aber ich mein, müssen wir noch mal genau prüfen, inwiefern sich Microsoft jetzt wirklich dran gehalten hat und das verbessert.

  16. Sierk

    Also es, es gibt schon einschlägige Seiten, die sich ausschließlich damit beschäftigt haben: Was kann der Internet Explorer 7, mittlerweile und was kann er noch nicht? Ich muss aber leider gestehen, ich habe diese Tests noch nicht so verinnerlicht, dass ich da jetzt ausführlich drüber berichten könnte.

  17. David

    Ist noch zu frisch, ja.

  18. Sierk

    Ich hatte bisher auch noch nicht, die Zeit und ehrlich gesagt auch noch nicht so die Lust, weil ich diesen Browser noch nicht so, oder ich nehme ihn einfach, nicht ernst. Mein Herz, Herz schlägt für andere Browser. Ich sehe eben nur unterm Strich, dass er zwar die gröbsten Fehler beseitigt hat, die ihn darf, daran hindern, aktuelle Webinhalte zumindest auch visuell korrekt darzustellen. Da ist einiges behoben worden, aber es ist auch noch einiges im Argen.

    Also, Firefox und Opera sind ihm immer noch in Längen voraus. Auch an meiner persönlichen Webseite sehe ich, dass, er stellt sie zwar gut dar, es gibt keine Verschiebung oder sonst was- -worüber ich heilfroh bin. Das ist mit dem Internet Explorer 6 bisher- -teilweise nur mit Tricks,, nötig gewesen, möglich gewesen. Aber Feinheiten, die ich eingearbeitet habe, beherrscht er immer noch nicht.

    Und die Feinheiten sind teilweise mit,, CSS-Selektoren oder, irgendwelchen, Kind-Selektoren oder sonst was, -

  19. David

    Die schon ein bisschen in CSS3 Richtung gehen, ne?

  20. Sierk

    Ja, nee, die, die aber, CSS 2 sind und, CSS 3 so 'n bisschen experimentell, wo aber teilweise sich eben Firefox und Opera schon vorgewagt haben. Das mag ich vielleicht im Internet Explorer noch nachsehen, dass sie da noch nichts, geliefert haben, weil CSS 3 ja selber noch nicht fertig ist in der, in den Einzelspezifikationen. Und, da könnt ich noch 'n Auge zudrücken. Aber es gibt noch bei CSS 2.1 einige Sachen, die er eben nicht kann.

  21. David

    Was ich jetzt übrigens ganz gut finde, das hab ich jetzt durch Zufall gesehen. Ich hab grade jetzt mal wieder 'n bisschen mit Transparenz gearbeitet und der Firefox 2, der beherrscht das Opacit, Opacity.

  22. Sierk

    Opacity, ja. Opacity.

  23. David

    Opacity. Das hat der von, alle Engländer werden mich strafen jetzt wahrscheinlich. Das unterstützt er jetzt wirklich vom CSS 3. Bisher der Firefox 1.5 mo, brauchte er das Motz Opaci... Ne? Und das unterstützt er jetzt voll. Also ich weiß noch nicht, inwiefern der Firefox 2 jetzt auch die anderen CSS-3-Spezifikationen unterstützt, aber das war eine Sache, wo ich, darüber ich mich gefreut habe, dass der den unterstützt.

  24. Sierk

    Also da ist es eben so, CSS 3 ist eben, wie gesagt, noch in der Mache und,, zum Leidwesen von einigen Webdesignern, bewegt sich das W3C auf diesem Gebiet, relativ gemächlich. Da könnt man langsam auch mal in die Strümpfe kommen und CSS 3 abschließen, aber da sind eben noch einige Spezifikationen noch nicht,, haben noch keinen Recommendation Status und an denen wird noch gearbeitet.

    Das heißt, das, was veröffentlicht ist, ist noch nicht, belastbar und kann tatsächlich noch gekippt werden oder umbenannt werden. Das heißt, ich würde auf, bestimmte Sachen, da muss man wirklich im Detail gucken.

  25. David

    Ja, ja.

  26. Sierk

    Auf bestimmte Sachen würde ich noch nicht vertrauen, aber-

  27. David

    Wie wird das unterstützt, ja?

  28. Sierk

    Ja, wie und ob. Aber es gibt 'n paar Sachen, da kann man sicher sein, dass die, fix sind, dass die so bleiben werden. Und da haben auch eben, Firefox,, das, das Mozilla-Team und das Opera-Team haben gesagt: „Okay, die sind fix. Das wissen wir. Wir arbeiten ja da mit in der, in der, Working Group“, und, die haben die angefangen umzusetzen. Und, das ist zum Beispiel dieser, diese Opacity-Geschichte- -um, um Alpha-Kanal, einzuführen.

    Somit kann man eben echte Transparenzen umsetzen, transparente Ebenen, et cetera, und, muss nicht mehr mit irgendwelchen transparenten, GIFs oder PNGs arbeiten. Und,, da sag ich mal, das ist fast natürlich, dass das der Internet Explorer 7, noch nicht kann, diese Opacity-Geschichte. Oder, red ich da grade was Falsches? Ich, ich weiß es nicht.

  29. David

    Ich hab's nicht geprüft. Weil was er jetzt kann, das sind ganz die, die transparenten PNGs, die er jetzt-

  30. Sierk

    Genau, die, da hat man sich lange dran gestört, dass er zwar PNGs darstellen konnte, aber eben keine transparenten PNGs mit Alphakanal.

  31. David

    Genau, der hat immer so 'n, so 'n, grauen Hintergrund gemacht.

  32. Sierk

    Richtig, genau.

  33. David

    Ich mein, wenn ich, wenn ich jetzt an die Zukunft denke und ich grade jetzt von Designersicht ausgehe, ich denke, dass wir in Zukunft mit, sehr viel Transparenz oder transparenten PNGs, sofern es denn alle Browser unterstützen, wirklich ganz neue Designs sehen. Also wahrscheinlich das Web 3.0 für die Designer.

  34. Sierk

    Ja, ich wär mal vorsichtig mit solchen Begriffen Web 3.0. Im Moment stören wir uns noch alle an Web 2.0, wie das überhaupt aufkommen konnte. Da hat ja das alleinige Urheberrecht auch Tim O'Reilly. Und,, das ist für mich auch so 'n Schlagwort, das benutzt jeder. Im Grunde ist es auch nur alter Wein in neuen Schläuchen. Ich bin da vorsichtig mit solchen Begriffen. Ich verwende sie, nicht. Und, ja, Web 3.0, in, in Anspielung auf diesen Begriff hat, Tim Berners-Lee höchstpersönlich Web 3.0 geprägt.

    Das ist nämlich, soll dann das semantische Web werden, was er ja schon die ganze Zeit propagiert. Tim Berners-Lee, muss man sagen, ist ja der Feder, der führende Kopf des W3C und der eigentliche Erfinder des World Wide Web. Er hat also HTML erfunden, er hat, den, den ersten Webbrowser erfunden. Nicht Netscape, sondern er.

    Netscape hat im Grunde nur auf das aufgesetzt, was von ihm aus, aus, seinem Büro Um die Welt ging und die haben dann tatsächlich kommerziellen nutzbaren Browser gemacht, aber den ersten Browser, der tatsächlich, brauchbar Hypertext umgesetzt hat, das war seiner, der hieß, glaube ich, der hieß, glaube ich, sogar anfangs World Wide Web, WWW. Daher kommt, glaube ich, auch der Begriff. Und der, seine Vorversion, die hieß Viola und, dann kam sein World Wide Web Browser.

  35. David

    Ich meine, für, für Webentwickler sagt der Begriff Web Punkt zwei Punkt null oder was auch immer, sagt vielleicht was, aber jetzt Projektmanagern in Agenturen sagt Web zwei null nicht irgendwas. Die haben irgendwas gehört, dass da super viel was anders sein soll. Aber das uns mal kurz darzustellen. Es ist nicht so, dass jetzt jeder auf jedem Webserver das Web eins Punkt eins oder eins null deinstalliert und installiert da jetzt was Neues. Also im Prinzip ist es ja alte Soße.

  36. Sierk

    Also, ich versuche die ganze Zeit rauszubekommen, was ist Web zwei null? Was steht dahinter? Und ich denke, da bewege ich mich auf relativ sicherem Terrain, wenn ich sage, Web zwei null ist im Grunde alles das, was das bisherige Web auch konnte und kann, nur mit dem Unterschied, dass die Nutzerinteraktion, sehr viel mehr im, Vordergrund steht.

  37. David

    Was aber vielleicht mit der Zeit zusammenhängt und nicht unbedingt mit dem, mit, natürlich auch mit den Techniken, aber ich glaube, durch die Browserunterstützung können wir mehr Technik nutzen, als wir es damals können. Also wahrscheinlich ist es einfach nur eine fortlaufende Zeit.

  38. Sierk

    Ja. Also das, was wir zum Beispiel machen, hier dieses Podcasting, das ist eine typische Web zwei null Anwendung. Ja, dass, nämlich Inhalte, ins Web gestellt werden, die etwas multimedial sind, die dem Nutzer eine Feedbackmöglichkeit geben, die dem Nutzer vielleicht durch Blogeinträge,, die Möglichkeit geben, einen Kommentar abzusetzen. Blogeinträge selber, das ist alles Web zwei null. Also alles, was in diese Richtung personalisiertes Web geht, das kann man als Web zwei null bezeichnen.

  39. David

    Aber eigentlich hatten wir Web zwei Punkt null damals auch in Form von Foren. Es mag nur keiner heute zugeben.

  40. Sierk

    Richtig, genau so ist es.

  41. David

    Ich meine, Foren sind interaktiv. Einer schreibt eine Meinung und die anderen schreiben was dazu. Und Foren gab es eigentlich schon immer.

  42. Sierk

    Aber es klingt halt toller.

  43. David

    Ja, ich meine auch Ajax. Viele nennen es ja Ajax, dann klingt es ja noch mysteriöser. Ich habe mir jetzt ja wirklich mal, die ganze Ajax-Geschichte angeschaut, auch gerade JavaScript-Bibliotheken, hab mich mit jQuery jetzt auseinandergesetzt. War so meine Wahl zwischen, zwischen der Yahoo, JavaScript-Bibliothek, dann jQuery und was hatte ich noch? Die Scriptageous. Und habe jetzt, jQuery eingesetzt und du kannst schon tolle Sachen damit machen, aber ich würds jetzt nicht so denken.

    Also ich hab, bin jetzt, ich beschäftige mich mit, ja, es sind neue Sachen für mich, aber es ist nicht Web zwei Punkt null, sondern es ist genauso wie, wie, ja, ganz blöd, ich mache meine Bude jetzt sauber. Bisher habe ich immer 'n Besen genommen und ich habe jetzt einen ganz tollen Staubsauger, der das auch kann. Der macht das mit ein bisschen Feuchtigkeit.

    Im Prinzip ist es derselbe Fußboden und es ist, der Strom kommt immer noch aus der Steckdose, vielleicht beim, ne, aber im Prinzip genau das Gleiche.

  44. Sierk

    Ganz genau. Also, wie gesagt, es gibt genug Anlass, zu gucken, was passiert da gerade. Aber es gibt auch genug Anlass, zu sagen, so mal ein bisschen halblang. Eigentlich, ist es immer noch das Gleiche wie vorher. Es ist im Prinzip nichts wesentlich Neues und, es sei auch ein bisschen gewarnt, zumindest lese ich das auch, teilweise in der, in der Fachpresse oder in, in, in Fachbeiträgen. Da die Entwicklung so rasant nach vorne geht, keiner weiß, wohin sich Ajax entwickelt.

    Und, reine Ajax-Anwendungen, die wirklich nur rein auf Ajax basieren, gibt es warnende Stimmen, die sagen, Ajax, wenn es so rein verwendet wird, ist die Legacy-Anwendung von morgen. Das heißt, es ist dann, ein, ein alter Schuh, den man mit sich rumschleppt.

  45. David

    Natürlich, irgendwann gibt es wieder neue Sachen, die da, die den neuen Hype auslösen. Gerade mit den Blogs ist ja klar.

  46. Sierk

    Ja. Also man muss gucken, was kommt unterm Strich raus, was kann ich für mich verwenden? Ball flach halten.

  47. David

    Obwohl Ajax, Ajax heißt ja auch, da steckt ein bisschen XML drunter. Aber das, was Tomas Caspers auch erwähnt hatte, ist, Ajax muss nicht immer XML zurückliefern, sondern kann auch stinknormales stupides HTML zurückliefern. Von daher, wenn jemand HTML ausliefert und das mache ich zum Beispiel derzeit im Moment, weil es einfach schneller und praktischer ist, dann ist es ja eigentlich nicht mehr Ajax.

    Also könnte ich jetzt hingehen und sagen, ich nenne das jetzt Ding jetzt nicht mehr Ajax, sondern ich nenne es jetzt Ayam, weil denn HTML rauskommt oder wie auch immer. Also von daher ist es sowieso ein alter Schuh.

  48. Sierk

    Kannst du machen. Es gibt viele, die, die argumentieren ganz genau so. Die stellen eben diese, diesen Begriff Ajax infrage, weil sie sich eben sagen, das ist überhaupt nicht festgeschrieben an diesen Buchstaben, weil ich andere Technologien verwenden kann, die genau das Gleiche machen. Ja, nur verwende ich dann eben nicht XML, sondern was anderes. Ich verwende statt JavaScript was anderes. Ich benutze nur die, die Kernbibliotheken davon. Ja, esss muss man sehen, was rauskommt am Schluss.

  49. David

    Genau. Auf der Agenda haben wir noch ein Thema stehen. Obwohl wir jetzt eigentlich gerade gut im Fluss sind. Und ich habe mir aufgeschrieben MimeType von JavaScript. Erzähl uns ein bisschen mal was drüber. Also JavaScript setzen ja jetzt gerade auch wieder verstärkt Leute im Web ein, nämlich die Webentwickler, indem sie eben solche JavaScript-Bibliotheken nutzen oder auch Ajax oder was auch immer, was über JavaScript läuft.

    Aber wie sie ihre Skripten, ihre Scripts oder ihre Bibliotheken eingebunden haben, das soll in Zukunft anders laufen, nämlich über einen anderen MimeType, der bisher ausgeliefert wurde. Erzähl uns mal ein bisschen was über MimeType und JavaScript.

  50. Sierk

    Ja, wir hatten eben angedeutet, welche zentrale Rolle JavaScript, bei den meisten Ajax-Anwendungen,, einnimmt. Und, da muss man auch sagen, wenn man die Historie so 'n bisschen kennt, um JavaScript war es lange tot. Da, da war lange der Deckel drauf. Also am Anfang, als JavaScript aufkam, hat man viel gescriptet und viele Sa-, vor allen Dingen viele Browser-Bugs rausgescriptet-

  51. David

    Ja, ja.

  52. Sierk

    Und im Grunde viel Programmierarbeit, in, in JavaScript verwendet, um irgendwelche komischen Konstrukte in die Welt zu setzen, die mit, die, die einen Browserfehler behoben haben und hat im Grunde, Arbeit abgenommen, die eigentlich der, der Browser liefern sollte und hat teilweise, auch, komische andere JavaScript-Anwendungen auf, auf Webseiten ins Netz gestellt. Und da hat sich dann langsam rausgestellt, das ist viel zu kompliziert zur Wartung.

    Nach jedem Browser-Update muss man eben, eben sehen, existiert der Fehler noch? Existiert er nicht? Muss ich mein Skript umschreiben oder nicht? Dann brauchst du drau-, tausend Browserweichen. Und, das ist alles nicht so Sinn der Sache, gewesen im Sinne des Erfinders.

    Und auch die, die reinen JavaScript-Anwendungen, haben viel im Grunde mit dem Hype mit Multimedia rumgespielt, haben viel Bewegung erzeugt, was nicht unbedingt immer sinnvoll war, aber es wurde halt gemacht, weil's technisch möglich war. Und irgendwann hat sich das dann Gott sei Dank, find ich, 'n bisschen durchgesetzt, dass nicht alles, was technisch machbar ist, auch wirklich sinnvoll ist.

    Und, ja, dann auch grade durch, irgendwelche, Sicherheitsdiskussionen beim Internet Explorer, wo dann, JavaScript,, die Implementierung von JavaScript im Internet Explorer fehlerhaft war und dann Einfallstor für irgendwelche Schadprogramme war, hat man dann fast pauschal gesagt, dann lieber JavaScript komplett deaktivieren und dann ist man auf der sicheren Seite.

  53. David

    Stichwort MIME Type. Auslieferung von JavaScript.

  54. Sierk

    So, und da kommen wir jetzt eigentlich zum Wesentlichen. Jahrelang hat man JavaScript, verwendet, hat da einen bestimmten MIME Type eingesetzt. Der Ma-, ich muss dazu sagen, der MIME Type, registriert, oder ist eine offizielle Registratur eines, ja, eines Doku, technischen Dokumententyps, um, um ein Dokument einzugliedern in eine, ja, wie, wie f-

  55. David

    Wie 'ne Struktur. Also ich mein, wie rufe ich denn-

  56. Sierk

    Um, um ein, um ein Dokument technisch, einzugliedern in, in ein Schema, ja. Ein, ein, ein Word-Dokument ist ein anderes technisches,, Werkstück als eine Webseite. Und,, die werden unterschiedlich vom Server behandelt. Sie werden unterschiedlich vom, vom Programm auch beim Kunden oder beim, beim Anwender behandelt. Und die Programme sollen das nach Möglichkeit selber erkennen, was für'n, was für'n Programm oder, Dokument sie grade vorliegen haben.

  57. David

    Und ausgeliefert wurde bisher JavaScript, wenn ich mir jetzt den HTML-Quelltext anschaue, den aktuellen, grade mit diesen JavaScript-Bibliotheken, mit, was war's? Text JavaScript, ne?

  58. Sierk

    Text Schrägstrich JavaScript. So, und, das ist im Grunde eine jahrelange, ja, kann man sagen, fast ja nicht unbedingt stille Post, aber irgendjemand hat das mal in die Welt gesetzt. Ich glaube sogar, Netscape war das. Aber dieser, Typ ist nie registriert worden. Es ga, der war nie offiziell. Nirgendswo stand festgeschrieben, wie das bei allen anderen MIME-Typen, ist. Der hat so und so auszusehen und wenn ich Text JavaScript irgendwo sehe, dann ist dem wirklich JavaScript zugeordnet.

    Dem war nie so. Das hat, entweder ist es, also man kann nur vermuten, es ist schlicht verpennt worden. Entweder von, von Netscape, von Microsoft, alle, die da irgendwie dran gearbeitet haben oder das verwendet haben für ihre Browser. Keiner kam mal auf die Idee, zu sagen: „Moment, das müssen wir erst mal registrieren, das Ding.", dass das, anerkannt ist als Stan, im Grunde als, als, technisches, technischer Standard an, muss so und so aus sein.

    Und, diese, diese Registrierung, die läuft in der Regel auch sehr stringent und,, langwierig ab. Das wird wirklich von einer internationalen, Standardisierungsbehörde durchläuft das 'n ganz langes Prüfungsverfahren.

  59. David

    Jetzt haben wir aber doch so den Zeitpunkt, wo sich einige Leute eigentlich schon Gedanken drüber gemacht haben, dass die Auslieferung von JavaScript nämlich mit den MIME-Type-Text JavaScript doch nicht ganz so passig ist. Und es gibt jetzt 'n neuen, der sogar schon von, wir wissen's jetzt nicht ganz genau, vielleicht Firefox 1.5, auf jeden Fall von 2.0 und in den anderen Browsern unterstützt wird. Wie sieht der neue MIME Type aus, und, und was müssen Webdesigner tun, um den zu unterstützen?

  60. Sierk

    Also, du nimmst da etwas, jetzt vorweg, da wollte ich gleich drauf zu sprechen kommen. Du nimmst die Browser schon vorweg. Erst mal möchte ich dir erklären, bisher hat man Text, Schrägstrich JavaScript, verwendet. Und hat im Grunde dann JavaScript selber zugeordnet. Das kann man sich ganz leicht assoziieren, dass das ein Texttyp ist-... der ausgeliefert wird. Aber, der gesunde Menschenverstand sagt eigentlich: Wo ist das Text, was ich da drinstehen habe?

    Das ist 'ne, 'ne Program-, Programmiersprache oder eine Skriptsprache. Das ist niemals irgend'n Text. Das ist, -

  61. David

    Man darf das jetzt nicht falsch verstehen, nur weil ich das mit der Tastatur eingebe, ist es Text.

  62. Sierk

    Richtig. Es entstellt einfach den, den Sinn. Und der Sinn ist einfach, nicht, dass das Text ist, sondern der Sinn von JavaScript ist, dass es, ja teilweise 'n ausführbares, ausführbarer Computercode ist. Und, - Deswegen hat man sich gesagt: Wo ordne ich das am besten ein? Und man ordnet das dann in, den Oberbegriff, in den Obertypen Application ein, nämlich Anwendung. So.

    Und so heißt dann eben auch der neue, Typ oder der neu empfohlene, Typ, der heißt jetzt nicht mehr Text Schrägstrich JavaScript, sondern Application JavaScript.

  63. David

    Das heißt, für die Zukunft, für Webentwickler sollte es bei dieser Entscheidung bleiben, schreibe ich nicht mehr JavaScript, Text JavaScript, sondern dann eben Application JavaScript.

  64. Sierk

    Richtig. Und da muss man dann eben drauf achten, für wen schreibe ich diesen Code? Welche Endgeräte, verstehen das denn schon? Weil diese, diese Spezifikation oder die, diese RFC, die darüber jetzt geschrieben worden ist, die endlich durch ist, die ist gerade mal 'n, Dreivierteljahr jetzt alt oder nee, 'n halbes Jahr ungefähr.

    Die ist, glaube ich, im April abgesegnet worden und das muss sich jetzt erst mal so langsam in den Köpfen festsetzen, dass da jetzt was, geändert worden ist, dass da jetzt was Neues ist und was tatsächlich auch, Hand und Fuß hat und belastbar ist, dass da wirklich ein RFC, besteht, wo das drinsteht.

    Und, der Browser oder die Browserhersteller, und andere, die, das verwenden, wie, Webserverhersteller et cetera, die müssen erst so nach und nach im Grunde das, umsetzen, sodass, nicht die Browser völlig, wie 'n Ochs vorm Berg stehen, wenn sie auf diesen Mime-Typen treffen und sagen: "Nee, kenne ich nicht, weiß ich nichts mit anzufangen." Und da ist es eben so, die Entwicklung hat, Mozilla, von Anfang an im Grunde mitverfolgt und, die waren der erste Browser, der's umgesetzt hat, also der eins fünfer Browser, der versteht diesen Mime-Typ.

    Damit der aktuelle zwei Nuller sowieso. Die aktuellen Opera-Browser, die verstehen den Mime-Typen auch. Der Safari, der kann es, glaube ich, noch nicht, müsste es aber demnächst verstehen. Man muss dazu wissen, Safari basiert technisch auf der Rendering Engine von dem Konqueror-Browser. Und für den Konqueror-Browser habe ich es, seit drei Wochen oder vor drei Wochen erwirkt, dass der das auch kann.

    Da habe ich,, einen entsprechenden Hinweis oder Patch auch geschickt und zu meiner Überraschung ist der keine vierundzwanzig Stunden später eingepflegt worden.

  65. David

    Muss ja auch mal sein Gutes haben.

  66. Sierk

    Und noch mal vierundzwanzig Stunden später kam zu meiner Überraschung gleich 'ne neue Konqueror-Version raus. Das heißt, die aktuellste Konqueror-Version unter, KDE,, Linux oder anderem Unix-System, die kann mit diesem Mime-Type auch was anfangen. Und, ich denke, das ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis der Safari-Browser, der ja dann eben diese Konqueror-Engine auch benutzt, dass der das dann eben auch kann.

    Ich nehme ganz stark an, mit dem nächsten Update bei Apple, wird, da die neue Safari-Version drauf, sein, die das auch kann.

  67. David

    Spätestens mit dem Nachfolger des aktuellen Betriebssystems. Wie heißt es? Leopard? Nee, wie auch immer.

  68. Sierk

    Ja, denke ich mal.

  69. David

    Traust du den Microsoft-Entwicklern zu, dass sie das im neuen IE sieben unterstützen?

  70. Sierk

    Ja, da kann ich nur hoffen und beten, was diesen Browser betrifft. Da kommen wir jetzt wirklich zum, zum Pferdefuß der Sache. Das ist im Moment immer noch auch mit dem IE sieben, naturgemäß der einzige Browser, der das nicht versteht. Der IE sieben versteht aber auch nicht den eigentlich empfohlenen Mime-Type von XHTML. Der eigentlich Application XHTML plus XML heißt.

  71. David

    Der IE sieben immer noch nicht?

  72. Sierk

    Der kann's immer noch nicht, nein.

  73. David

    Da habe ich doch jetzt all die Jahre drauf gewartet. Dass ich gehofft habe, mit meinem XHTML eins eins Dokumenten, dass der das unterstützt.

  74. Sierk

    Leider noch nicht. Und man kann wirklich nur hoffen, dass die Microsoft-Entwickler, die jetzt an dem IE sieben arbeiten, so fit drauf sind und das ganz schnell in der nächsten Update-Version solche Sachen nachrüsten. Das sind eben alles solche Pferdefüße, die der noch mit rumschleppt, wobei man sich sagen muss, auch gerade bei dem Mime-Type für XHTML, das wär jetzt 'ne Sache gewesen, die geht keinem in den Kopf warum die die nicht umgesetzt haben.

  75. David

    Also das, das-- Ich, ich schüttle grad permanent den Kopf. Also das kann ich, das, das war eigentlich so die wichtigste Sache von allen, neben der Unterstützung von den elementaren CSS-Dingen.

  76. Sierk

    Nein, leider, leider nicht. Leider nicht. Da, das war die erste. Ich hab mir noch nicht genau angeguckt, aber das war die erste Sache, wo ich drauf geguckt hab, ob er das kann. Und ich hab's auch mehrfach bestätigt und gelesen. Es gibt viele, die schütteln darüber den Kopf, weil das eine relativ einfache Sache ist, die in 'nem, Internet Explorer, umgesetzt werden kann. Warum man das nicht gemacht hat, kann man vielleicht nur mit Zeitdruck bei Microsoft erklären, dass die so unter-

  77. David

    Den hatten die ja.

  78. Sierk

    Dass die im Moment so unter Druck sind und einfach einen, einen, funktionierenden Browser raushauen müssen, egal, komme was wolle, egal wie viel Fehler da noch drin sind. Ich kann nur hoffen, dass die wirklich jetzt langsam aufschließen und die nächste Folgeversion oder das nächste Update solche Sachen, elementaren Sachen nachschiebt. Und ich hoffe dann eben auch, dass dann der neue Mime-Type für JavaScript dann auch dabei ist.

  79. David

    Ist der denn jetzt schon wirklich fix abgesegnet? Ist der neue Mime-Type von JavaScript Application JavaScript oder ist das so'n langsamer Prozess, der hoffentlich bald beendet wird? Wie sieht's da derzeit statustechnisch aus?

  80. Sierk

    Also ich glaub, das Offiziellste, was, was es bei solchen Dingen geben kann, ist es, wenn darüber 'n RFC geschrieben wurde von der, von der, IETF.

  81. David

    Das ist denn die Empfehlung, die hoffentlich-

  82. Sierk

    Nein, das ist keine Empfehlung. Das hat zwar historisch vielleicht,, empfehlenden Charakter, einfach weil das Internet, n- In keiner Weise irgendjemandem was aufzwingt. Alle solche Spezifikationen haben immer nur empfehlenden Charakter. Aber, ein RFC, wenn er so niedergeschrieben ist, und diesen, Standardisierungsprozess, der wirklich über Monate ging, ich glaube sogar, mich erinnern zu können, das war der zweite Anlauf von dieser Privatperson.

    Das war unter anderem eben auch Björn Hörmann, der das eingereicht hat. Der erste Anlauf hat auch nichts gefruchtet. Das ist irgendwie in die Binsen gegangen. Der zweite Anlauf, der hat Monate gebraucht, bis das dieses, dieses Prozedere durchlaufen hat und man konnte es wirklich live im Internet mitentwickeln. Welches Status hat jetzt dieses Dokument?

    Und man konnte, immer wieder sehen, also jetzt hat es diesen Status erreicht, jetzt, jetzt hat es diesen und irgendwann war so ein Break-even erreicht, wo man sagen konnte, okay, wenn es diesen Status in der, in, in 'nem ganzen Vorgang erreicht hat, dann ist das Ding durch. Dann,, kann man davon ausgehen, das wird so verabschiedet und so genau ist es geworden. Und, man kann's eben auch sehen, wenn man,, beim RFC durchblättert.

    Ich meine, ich, müsste noch mal nachgucken, aber ich meine, es wäre der RFC vier drei zwo neun,, Scripting MIME Types, der, spiegelt das wieder.

  83. David

    Man sagt ja auch, wenn zwei Browser oder, oder drei Browser generell irgendwelche Sachen oder irgendwelche Empfehlungen, unterstützen, dann ist es ein Quasi-Standard. Kann man das jetzt für diesen MIME Type von JavaScript auch sagen?

  84. Sierk

    Also ich habe, ich kann es jetzt auch nicht dingfest machen. Ich hab das mal irgendwo gelesen. Vielleicht steht es sogar auch in irgendeinem RFC-Dokument. Es gibt so eine inoffizielle oder offizielle, Sache, die so was sagt, wenn zwei, Hersteller, eine bestimmte Sache implementiert haben, dann kann man davon sprechen, dass es Standard ist, so. Oder wenn mindestens zwei das gemacht haben.

  85. David

    Ja. Und da sind wir ja jetzt schon drüber mit, mit- -Firefox, Opera, Conquer.

  86. Sierk

    Um mal, um mal 'nen neuen Gesichtspunkt in, in, so 'ne Standard,, Debatte wieder reinzubringen. Weil ja auch viele davon meinen, Standard ist das, was am meisten genutzt wird und was der Marktführer im Grunde vorgibt. Das setzt im Grunde 'n, 'n ganz ands, anderes Licht da drauf und, ja, sollte entsprechend natürlich dann auch bewertet werden. Aber wie gesagt, der RFC ist fix, der steht.

    Und, ja, jetzt ist es nur noch an, an der Umsetzung der einzelnen Softwarehersteller, diese MIME Types entsprechend umzusetzen bzw. an, an der Sache der Webentwickler, die Webseiten entsprechend-

  87. David

    Das entsprechend einzusetzen, ja.

  88. Sierk

    Ja. Es hat nämlich eben den Vorteil, wenn das Ganze, wenn JavaScript als Application benutzt wird, dann wird nämlich eben auch die-- findet die Fehlerbehandlung anders statt. Dann, es sind ganz andere Folgeprozesse, die, die dann ins Rollen kommen, wenn das anders ausgeliefert wird. Und wie gesagt, endlich kann man sagen, man kann mit Fug und Recht diesen MIME Type eben benutzen, weil er festgeschrieben ist.

    Man darf laut dieser Spez-, Spezifikation zwar auch weiterhin Java, Text JavaScript verwenden, aber davon wird eben abgeraten. Also dadurch, dass es eben in der Spezifikation jetzt drinsteht, festgeschrieben ist. Zum ersten Mal steht's drin. Ja, zum ersten Mal steht's in einem RFC drin und ist definiert.

    Aber da steht in 'nem RFC ganz genauso drin: Nein, es ist deprecated, es ist nicht empfohlen und, es ist im Grunde 'ne Legacy-Anwendung und nur noch für alte,, Rechner oder alte Endgeräte, zu verwenden, die, auf anderem Wege für, für den neuen MIME Type nicht zu begeistern sind. Und das ist im Moment so'n bisschen die Krux mit dem Internet Explorer.

    Also will man den Internet Explorer,, damit,, noch, befrachten, dann, sollte man da schon vielleicht 'ne Unterscheidung irgendwie reinführen, sollte skripttechnisch oder, oder servertechnisch mit einer entsprechenden Weiche geschehen.

  89. David

    Du bist schon wieder bei der Weichengeschichte.

  90. Sierk

    Leider, leider, leider. Aber, das bleibt auch beim neuen Internet Explorer in anderen Dingen nicht aus, dass man ihn abfragen muss. Und da kann man das wahrscheinlich dann auch gleich mitmachen, dass man eben sagt, verwende Text JavaScript, wenn du Internet Explorer vorfindest, verwende Application JavaScript, bei anderen Browsern. Das sollte eigentlich jetzt funktionieren.

  91. David

    Bei Microsoft bin ich auf so 'nem zwei-- um das noch mal kurz aus, zu leuchten, auf so 'n zweischneidiges Schwert. Einerseits hab ich wieder das Gefühl, jetzt grade auch mit, XHTML eins eins mit der Auslieferung, dass die hinterherhinken und dass es das ewige Ärgernis der Webentwickler ist, die für mehr Webstandard sorgen sollen.

    Andererseits hab ich auch gehört, dass, die RSS-Feed-Unterstützung, die der Internet Explorer sieben jetzt endlich, innehat, dass dort RSS nur angezeigt werden oder richtig funktionieren, wenn sie denn auch validiert sind. Jetzt weiß ich nichts, andere soll der Internet Explorer sieben also ignorieren oder jetzt grade auch in Verbindung mit Vista. Jetzt weiß ich natürlich nicht von Sachen Microsoft. Ist es gewollt von denen oder ist es nicht gewollt?

    Wenn ich das mit damals vergleiche, damals hat der Internet Explorer sechs auch Sachen unterstützt, die eigentlich gar nicht richtig sind, wie den Marquis, Text, der gar nicht in den Standards, Standards drinstand. Aber sie haben auch so alte Sachen unterstützt, die trotzdem funktioniert haben.

    Ist es, könnte es, ist es ein denkbarer Weg, dass wir einfach, von den Softwareherstellern erwarten, dass sie nur die Standards unterstützen und alles, was nicht valide den Standards entspricht, nicht funktioniert?

  92. Sierk

    Also eigentlich ist das ganze Thema XML so gedacht und das ist eigentlich das bestechend Gute und eigentlich,, an, an der, an XML, dass XML eigentlich so fo, formuliert ist, dass es genau das einfordert. Eigentlich sollte es so sein, wenn ein, Browser XML verarbeitet und ausliefert, dass er XML nur, wohlgeformt und valide, ausliefert. Das heißt, ist da auch nur der geringste Fehler drin, dann liefert er es nicht aus, dann zeigt er Fehler an.

    So und so müssten eigentlich die Browser auch reagieren. Nur was das für ein Chaos dann bedeuten würde in unserer jetzigen tatsächlichen Welt, wenn man das wirklich machen würde- -als Browserhersteller. Da wär Mord und Totschlag. Da würde, würden viele Dinge, Also nicht mehr, d-d-- ausgeliefert, und, und nur noch Fehler angezeigt. Und das ist so'n kleiner Kompromiss, den die Browserhersteller gemacht haben.

    Aber ich weiß es eben aus, aus verschiedenen, Mailinglisten und Diskussionen, es wird dahin gehen. Und,, die, die-

  93. David

    Ich wills hoffen, ich wills hoffen.

  94. Sierk

    Also die, die Möglichkeiten sind schon implementiert, also bei Firefox et cetera, aber es ist im Grunde die, die Bremse künstlich gelockert diesbezüglich, damit nicht vollkommen überall vor die Wand gefahren wird. Und, von daher ist das Ansinnen von Microsoft, nur gut in dieser Richtung. Man kann ja eben auch der schon, schon in den bisherigen, Browserversionen von Microsoft, den Browser als XML-Browser verwenden. Der, der hat ja 'n XML-Parser da drin.

    Aber ich meine auch eher diese, diese Geschichte mit den, XML-Feeds so verstanden zu haben, dass es nicht um Validität geht, sondern um Wohlgeformtheit. Und, das hab ich selber noch nicht ausprobiert. Zwischen Validität und Wohlgeformtheit ist noch 'n kleiner Unterschied. Also Wohlgeformtheit ist 'n bisschen abgemildert. Das heißt im Grunde nur, dass es, 'n-

  95. David

    Die Beispiele-Methode.

  96. Sierk

    Ja genau. Wo-- Was heißt wohlgeformt? Wohlgeformt heißt im Grunde, dass alle, alle Elemente abge-- in sich abgeschlossen sind, keines, falsch geschachtelt ist oder sonst was. Das hat als Folge natürlich 'ne fehlende Validität,, zieht das hinter sich, wenn ein, Dokument, nicht richtig wohlgeformt ist. Aber ich, ich meine, es ist 'n bisschen abgemildert und ich denke, es geht bei dieser XML-Feed-Sache um das Wörtchen wohlgeformt. Aber da begebe ich mich im Moment auf dünnes Eis.

    Ganz sicher bin ich mir nicht. Es kann sein, dass es, dass Microsoft auch sagt, wir liefern keine invaliden XML-Feeds aus. Wäre auch okay. Fänd ich, fänd ich auch okay.

  97. David

    Also behalten wir mal die Dinge, die da kommen. Also ich denke jetzt, insgesamt sind wir bei 'ner knappen Stunde. Das ist 'n guter Podcast, den wir heute gemacht haben.

    Der lief uns, wenn ich jetzt mal rückschaue, lief der wesentlich besser als unser, unser erster Technikwürze-Podcast Nummer eins aus dem letzten Jahr und Nummer drei, die wir gehalten haben. War gut fluffig heute.

  98. Sierk

    Ja, das hoff ich, dass das beim Hörer auch so ankommt. Ich bin jetzt etwas überrascht. Stunde, so. Das kam mir jetzt gar nicht wie 'ne Stunde vor. Das ging-

  99. David

    Ich bin mir auch noch nicht sicher. Das werdet ihr natürlich, wenn ihr den Podcast hört, wisst ihr es schon. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir den jetzt in zwei Teile teilen und wirklich den zweiten Teil nächste Woche machen. Wahrscheinlich werden wir's so tun. Aber Sir, tausend Dank, dass du wieder dabei warst. Auch schön, denk ich mal für die Hörer, dass die, die anfänglich dabei waren, auch mal wieder deine Stimme gehört haben.

    Und ich hoffe, wir sehen dich bald wieder im Studio von Technikwürze.

  100. Sierk

    Ja, gern geschehen.

  101. David

    Dann, gucken wir mal. Also was haben wir heute besprochen? Wir haben Rückblick gehabt auf, Technikwürze. Wir haben uns über den Validator von W3C unterhalten, auch in Verbindung Validome, Unicorn, und natürlich jetzt den Mime-Type von JavaScript. Und wir haben wieder viel über Microsoft gemeckert. Das mögen uns die, einige Leute verzeihen, die eventuell ihr Geld in Microsoft investieren.

  102. Sierk

    Ja, es gibt aber auch, Microsoft geht im Moment 'n guten Weg. Da kann man nur hoffen, aber sie haben eben noch 'n, andern weiten Weg vor sich und ich glaub auch, die Kommunikation zwischen Microsoft und Mozilla hat sich entspannt in, in der letzten Zeit. Grade auch seitdem der IE sieben angekündigt ist, werden da Informationen ausgetauscht zwischen beiden Seiten. Microsoft, das ging, ich weiß nicht, ob das auch Thema von Technikwürze mal war.

    Microsoft hat im Sommer dem Mozilla-Team sogar angeboten, 'n Entwicklerteam, Rechner und Raumkapazität zur Verfügung zu stellen für Firefox, damit, die Mozilla-Leute, Firefox optimal, auf, Windows Vista testen können, weil Microsoft wohl 'n Interesse daran hat, dass Firefox ganz rund, und gut auch unter Windows Vista läuft und es da keine Probleme gibt. Das sind ganz neue Avancen, die da gemacht werden.

  103. David

    Klingt gar nicht nach Microsoft eigentlich.

  104. Sierk

    Nee, klingt gar nicht nach Microsoft und das hat auch, sehr viel Verwunderung, hervorgerufen, einschlägig. Und jetzt als, Firefox, zwei null rausgekommen ist letzte Woche, gab's sogar von Microsoft ganz offiziell einen Kuchen in die, in das Entwicklerteam geschickt.

  105. David

    Haben die das gemacht?

  106. Sierk

    Haben die gemacht. Die Bilder, das Bild kam, ist im Web auch veröffentlicht. Ich bin auch durch irgend 'n Blog drauf gestoßen.

  107. David

    Können wir den Link, den suchen wir noch mal raus, den Link und dann hauen wir den in unseren Blog von Technikwürze.

  108. Sierk

    Und, da gratulieren sie eben dem Mozilla-Team zum Release zwei null von Firefox.

  109. David

    Ich meine, da, a-anfänglich war's ja die erste Verwunderung, die kam, als viele gehört haben, sowieso Microsoft entwickelt jetzt weiter am IE sieben. Und das, was relativ schnell kam, war ja, dass, die Microsoft Entwickler das RSS-Icon vom Firefox übernommen haben-

  110. Sierk

    Richtig, genau.

  111. David

    -für die Darstellung von der RSS-Feeds. Damit fing es ja an.

  112. Sierk

    Ich glaube, ja richtig. Ich glaub, damit fing's an, dass man, dass so die ersten Kontakte, da untereinander kamen, die ersten, wohlmeinenden Kontakte. Aber es kann auch sein, ich bin kein, kein, Firefox-Entwickler. Kann auch sein, dass das viel früher schon angefangen hat. Aber das waren so die ersten Sachen, die an die Oberfläche kamen.

  113. David

    Aber ich mein, wie toll ist das? Ich mein, angesichts des Internet Explorer sieben bleibt immer noch der Wunsch offen: Hoffentlich wird uns Webentwicklern das Leben so einfach gemacht, dass wir zukünftig unsere Budgets, die wir mit unseren Kunden vereinbaren, ein-einhalten können.

  114. Sierk

    Ja, ich hoffe, dass das mal in ein erträgliches Maß geht. Ja.

  115. David

    So, alle Links, die wir heute besprochen haben, die werden wir jetzt noch mal zusammentragen und in unserem Blog veröffentlichen auf www.Technikwürze.de. Wenn ihr Anmerkungen habt, dann ruft uns doch bitte an und, hinterlasst uns auf unserem Anrufbeantworter eine Nachricht. Die Telefonnummer dafür ist in Hannover Die 0511 21 27 300. Anmerkung bitte an 0511 21 27 300 oder schickt wie gewohnt eine Nachricht an echo@Technikwürze.

    De oder geht in den Kommentarbereich auf Technikwürze und hinterlasst uns im Blog eure Meinung. Also ich bin mir jetzt ganz sicher, dass wir den Beitrag, das Interview heute wirklich auf zwei Teile ausdehnen werden. Also werden wir dich nächste Woche auch noch mal hören. Sirk, danke, dass du da warst.

  116. Sierk

    Gern geschehen, David.

  117. David

    Das war das Interview mit Sirk Bornemann. Schönen Dank, Sirk, dass du da warst. Ich hoffe, ich kann dich bald noch mal zum vierten Technikwürze-Podcast begrüßen, in dem du dabei bist. Für euch gibt es jetzt noch ein bisschen Musik aus dem Podsave Music Network und lasst euch einfach mal überraschen, was es ist.

  118. Einspieler

    Musik präsentiert von Podsave Music Network.

  119. David

    Okay, ich sag's euch. Crossred heißt der Song und kommt von Clairvoyance. Ich sage danke fürs Zuhören und freue mich, dass ihr auch nächste Woche wieder einschaltet, wenn es heißt Technikwirtse, euer Design- und Webstarts-Podcast. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis dahin.

  120. Einspieler

    The pavement, neon light. Gray skies, no hope in sight. Waking up and the only dream is to escape. Every day the same routine. Other places you haven't seen. Give it up or start to fight. Time to decide. Wasting your time on a gambling machine. Live every day like a movie scene. Tomorrow has already gone. You're killing yourself having fun. Wasting your time on a gambling machine. Live every day like a movie scene. Tomorrow has already gone. You're killing yourself having fun.

    Fast beats and a flashing light. White pills for a better night. Start to fly and the world seems to disappear. Land and crash and lose your mind. Leave the day all your past behind. If you wait, it is too late. No time to fake. Wasting your time on a gambling machine. Live every day like a movie scene. Tomorrow has already gone. You're killing yourself having fun. Wasting your time on a gambling machine. Live every day like a movie scene. Tomorrow has already gone.

    You're killing yourself having fun.

Unser Hörer Matthias möchte wissen, wie man barrierefreie Captchas erstellen. Habt ihr Tipps und Lösungen? Schickt uns eure Meinung. Oliver Nadig hat das Thema bei Einfach für Alle aufgegriffen.

Nocheinmal für euch die Links zum Interview mit Sierk Bornemann.

Kuchen von Microsoft an das Mozilla-Team

!http://static.flickr.com/118/278562314_14716c0232.jpg?v=0 (Kuchen von Miscrofot)!

In From Redmond with love 1 zeigen die Mozilla-Entwickler den Kuchen, den sie von Microsoft-Entwicklern zum Launch des Firefox 2 1 bekommen haben.

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b ↩ c ↩ d ↩ e ↩ f

Kommentare 15

  • Warum sind eigentlich Nerds immer so konservativ, wenn es um neue Begriffe geht? Ich selbst bastel Internetseiten seit 1995 und ich bin schon der Meinung, dass es in den letzten 2 Jahren eine Veränderung im Netz gegeben hat, die durchaus als 2. Generation der Webanwendungen bezeichnet werden kann.

    Das hat zum einen damit zu tun, dass technisch eine Menge mehr geht als früher und zum anderen gibt es jetzt einfach das Massenpublikum, das sich überhaupt dafür interessiert. Nun kommt ihr bestimmt wieder und sagt: "HTML, JavaScript, XML - is alles uralt und Menschen sind noch älter. Alter Wein in neuen Schläuchen."

    Am schlechtesten fand ich noch die Besen/Staubstauger-Metapher. Immerhin ist der Staubsauger tatsächlich eine Weiterentwicklung des Besens und trotzdem heisst er Staubstauber und nicht Besen. Nur um euch zu ärgern, nenn ich meinen Staubsauger ab sofort: Besen 2.0

    Das gleiche gilt für die Ajax-Geschichte. Warum ist es so schlimm, wenn ein Phänomen einen Namen bekommt. Sicher kann man die gleichen Effekte auch anders erreichen als mit asynchronem JavaScript und XML. So aber hat James Garrett es in seinem Artikel damals beschrieben und die Pioniere dieser Technologie benutzen das ja auch so. Es kann doch aber das Wort nichts dafür, wenn es auch in anderem Zusammenhang benutzt wird.

    Aber sonst möchte ich Euch auch loben: in den 45 Folgen habt ihr Euch stetig weiterentwickelt und man merkt den qualitativen Unterschied zu anderen Podcasts nicht nur in den Inhalten, sondern auch in der Präsentation. Nichts ist nerviger, als ein Sprecher, der nicht sprechen kann. Da kann der auch 1000x interessante Sachen erzählen. ;-)

    Keep up the good work.

  • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und die Anmerkungen. Mich persönlich stört nicht, wenn man neue Methoden, und mehr ist ja tatsächlich nicht, einen neuen Namen gibt. Allerdings stört mich die Terminologie. Warum möchte man unbedarften klar machen, dass wir zwei verschiedenen Internets haben? Da kommen sofort Fragen auf, wann dann das erste Internet abgeschaltet ist, und ob man nun seinen DSL-Vertrag kündigen muss, um Internet 2.0 nutzen zu können (bei einem anderen Anbieter). Es ist tatsächlich nur der Name. Niemand käme auf die Idee, das Auto "Auto Zwei Punkt Null" zu nennen, oder "Geschirrspüler Zwei Punkt Null". Sicher, beides hat sich in den letzten Jahren eklatant weiterentwickelt, und es gab immer Nachfolger der Nachfolger. Aber im Ursprung ist es immer noch das gleiche.

  • Bei "Web 2.0" handelt es sich aber um einen Begriff, der eigentlich nur im "internen" Gebrauch - also im Fachjargon benutzt wird. Es gibt ja keinen Internetprovider, der wirbt "jetzt auch mit Web 2.0". Es geht darum ein Phänomen zu beschreiben - das ist nur relevant für die, die sich mit dem Phänomen befassen müssen. Wer jetzt eine Seite in Netz stellt, die auf all die Dinge verzichtet, die im Zusammenhang mit Web 2.0 genannt werden, hat sicherlich immer noch eine Internetseite. Aber er sollte sich zumindest im klaren sein, dass es zur Zeit einen Trend gibt, der anders läuft. Ob man diesem Trend folgt oder nicht, kann man dann ja noch entscheiden.

    Deswegen werden große, schnelle Geländewagen auch "SUV" genannt und trotzdem als "große, schnelle Geländewagen" verkauft.

  • Na gut. Dann habe ich mal eine Web-Standards Frage:

    Ein übliches Vorgehen auf Webseiten ist das Anzeigen einer Bildbeschreibung unter einem Bild. Dazu gibt es natürlich verschiedene Lösungen: Früher hat man das immer in einer Tabelle mit einer Spalte und zwei Zeilen gemacht. Da es einen Zusammenhang zwischen Bild und Text gibt, könnte man das immer noch rechtfertigen, wenn man die Zeilen entsprechend beschriftet.

    Schlauer scheint aber die Lösung mit einer Definition Liste zu sein. Da wird das Bild durch die Beschriftung definiert. Es gab auch einmal einen Artikel bei A List Apart dazu - den finde ich aber gerade nicht wieder.

    Nachdem ich mich, wie zur Zeit wohl viele andere, mal tiefergehend mit HTML/CSS als Prinzip auseinandergesetzt habe, frage ich mich, ob es nicht eigentlich die Aufgabe von CSS wäre, das ALT-Attribut entsprechend anzeigbar zu machen. AFAIK geht das zur Zeit nicht. Aber wäre das nicht eigentlich die Lösung, die am sinnvollsten wäre? Gibt es dazu Pläne in CSS 3?

  • Eine Tabelle lehne ich auch aus semantischen Gründen dafür ab. Für Bildunterschriften würde ich derzeit auch Definitionslisten nutzen, kommt das der Anwendung am nahesten.
    Deine Frage nach dem CSS3 und ALT habe ich leider nicht verstanden. Der ALT-Text eines Bildes sollte eh nur angezeigt werden, wenn die Anzeige des Bildes nicht möglich ist. Was genau hast du also vor?

Weitere 10 Kommentare anzeigen
  • @Table: Naja, wenn man die erste Zeile als "Bild" beschriftet und die zweite als "Beschreibung" wäre die Tabellen-Lösung IMHO sogar semantisch zu vertreten. Wenn auch nicht die beste Lösung.

    Der Inhalt des ALT-Attributs beschreibt kurz, was auf dem Bild zu sehen ist. Das ist IMHO ziemlich das Gleiche, was auch unter dem Bild stehen sollte, wenn eine Definitions-Liste rechtzufertigen sein soll. Denn sonst definiert die Bildunterschrift nicht das Bild. Zum Beispiel: Ein Foto auf dem David Maciejewski zu sehen ist. Im Alt-Attribut steht "David Maciejewski". Wenn jetzt unter dem Bild steht "Webstandards sind toll", wäre das keine Definition des Bildes. Also wäre eine Definitionsliste nicht semantisch korrekt. Obwohl es vielleicht als Zitat von Dir eine tolle Bildunterschrift ist. DA wäre eine Tabelle treffender.

    Ich habe mich auf ein paar Seiten umgeguckt und festgestellt, dass im Alt-Attribut of das steht, was auch unter dem Bild steht. Es sei denn, das Alt-Attribut wird für Copyright-Hinweise misbraucht. Aber wenn da ohnehin das gleiche steht, wäre es auch nicht sinnvoll das HTML aufzublähen und per Definitionsliste noch einmal zu definieren, was schon im Alt-Attribut steht. Dann kann man nämlich auch gleich das Alt-Attribut ausgeben lassen. Und das sollte per CSS gehen - immerhin ist das ja nur eine Frage der Formatierung. Und es geht auch schon (aber natürlich nicht im IE):
    img[alt]:after {
    content:"\A ("attr(alt)")";
    }
    Siehe: http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/css/drucklayout/#bildbeschreibung

    Damit habe ich mittlerweile meine Frage größtenteils beantwortet: Ja, es soll zumindest gehen.
    Unklar bleibt, ob Du das schlau findest. Oder ob da etwas gegen spricht (Außer dass der IE es nicht kann)

  • Die :after-Methode ist, wie ich finde sehr smart, danke für den Hinweis.
    Der Tabelle sage ich weiterhin ab, und zwar wegen der BITV: "Tabellen sind mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup–Sprache zu beschreiben und in der Regel nur zur Darstellung tabellarischer Daten zu verwenden.". Bild plus Bildunterzeile sind keine tabellarischen Daten.

  • Und wenn ich jetzt 20 Bilder mit 20 Bildunterschriften hätte? Zum Beispiel 20 Fotos, die von einer Person im Abstand von einem Jahr gemacht wurden. Und in der Zeile unter den Bildern steht dann immer "David Maciejewski 1 Jahr", "David Maciejewski 2 Jahre" usw. Dann wären das doch tabellarische Daten. Oder dürfen Daten in einer Tabelle nur alphanumerisch sein? Wenn die Darstellung von 20 Bildern in einer Tabelle okay wäre - wo ist dann der Unterschied zur Darstellung eines Bildes - immer vorrausgesetzt, dass die Zeilen der Tabelle entsprechend beschriftet sind.

  • Bilder sind definitiv keine Tabellarischen Daten, sondern es sind "Bilder".

  • Wie wäre es mit einer Frage anstelle eines Zahlencode-Bildes? (Bezüglich der Frage am Anfang von Technikwürze...)

    Die muss nur ganz einfach sein... z.B. "Welche Farbe hat der wolkenlose Himmel am Tag?"
    Antwort: "Blau"

    Und wenn ein Spam-Script alle deine Fragen erfasst hat, machst du einfach neue...

  • Diese Spamskripte sind meistens dazu gedacht, möglichst viele Seiten vollzuspammen. Die haben zum Beispiel eine generelle Funktion, um per OCR Buchstaben und Zahlen in so einem Captcha-Bildchen zu entziffern. (Soetwas könnte man ja einfach in Screenreader einbauen ;-) )
    Die Steigerung der normalen Text-Captchas sind ja die mit einer kleinen Rechnung im Bild "3+4=" und dann muss man das Ergebnis eingeben. Auch da könnte man sich noch vorstellen, dass es für Spammer möglich ist, die Zeichen zu erkennen, eine Rechnung festzustellen, das Ergebnis auszurechnen und es dann auszugeben.
    Bei logischen Fragen sehe ich aber nur ein Problem, wenn Du ein bekanntes CMS/Gästebuch/Forum benutzt in dem einige Fragen vorgegeben sind. Da lohnt es sich für Spammer die Fragen und Antworten (per Google Codesearch) aktuell zu halten. Wenn Du Dir aber völlig eigene Fragen und Antworten nimmst, halte ich die Sache für ziemlich sicher. Die sind dann sprachabhängig und individuell. Da stelle ich es mir ziemlich schwer vor, einen Bot drauf anzusetzen.

  • Im Vergleich mit einer als Bild generierten Zeichenfolge ist eine Frage, die beantwortet werden muss, sicher die bessere Lösung, wenn man auf Zugänglichkeit der Website Wert legt. Hat jemand einen Link auf eine Seite, die solche Fragen schon integriert hat? Wenn die Antworten als Auswahlliste angezeigt werden, wird ein Spam-Robot dann nicht einfach alle Antworten durchgehen? - Wie man auch vorgeht, ob mit Wort-Filter, Captcha, IP-Filter etc., man wird immer gezwungen sein, zu aktualisieren und den Spammern hinterherzuarbeiten.

  • Es ist überhaupt keine einfache Aufgabe, application/xhtml+xml zu unterstützen, siehe IE Blog:
    http://blogs.msdn.com/ie/archive/2005/09/15/467901.aspx

    Was den neue JavaScript-MIME-Typ angeht, so halte ich die Diskussion um eine schnelle Nutzung für ziemlich weltfremd und akademisch. Der neue MIME-Typ ist vielleicht in ein vielen Jahren interessant, wenn genug Browser ihn unterstützen und alle alten Browser ausgestorben sind. Bis dahin reicht die Kombination aus application/x-javascript (HTTP) und text/javascript (HTML) aus. Die Empfehlung der Weiche jedenfalls halte ich für absolut praxisfern, da soll man sich lieber um reale Probleme kümmern. Denn Vorteile bringt der neue MIME-Typ nicht außer Standardkonformität zum Selbstzweck, die nur Arbeit macht.

    Die Vorhersage, dass die drakonische Fehlerbehandlung von XHTML sich letztlich durchsetzt, blendet die gegenwärtigen Entwicklungen aus. Alle großen Spieler suchen momentan eine Lösung jenseits der fehlgeschlagenen XML-Strategie, siehe: http://aktuell.de.selfhtml.org/weblog/bewegung-im-w3c

  • @Mathias Schäfer (aka molily):
    "Es ist überhaupt keine einfache Aufgabe, application/xhtml+xml zu unterstützen, siehe IE Blog:
    blogs.msdn.com/ie/archive/2005..."

    Wieso schaffen das dann andere Browser-Hersteller besser? Die Begründung, die das IE Blog liefert, ist mir bekannt. Nicht nur ich empfinde sie als nur vorgeschoben, entsprechende kritische Kommentare finden sich ja auch in den Kommentaren desselben Blogeintrags. Und nicht nur da. Es würde Einiges erleichtern, würde der IE/IE7 den MIME-Typ application/xhtml+xml wenigstens erkennen und nicht einfach einen Download-Dialog anbieten. Warum sollen beim Erkennen des MIME-Typs plötzlich strengere Regeln gelten, die man bei anderen Dingen in der jetzigen Umsetzung des IE7 ebenfalls nicht schafft, einzuhalten? Es wäre so einfach gewesen -- wahrscheinlich nur ein oder zwei Codezeilen -- dem IE7 die Existenz dieses MIME-Typs beizubringen. Wie soll sich die Akzeptanz von XHTML denn überhaupt durchsetzen können, wenn der am weitesten verbreitete Web-Browser dieses noch nichtmal erkennen kann, obwohl er höchstwahrscheinlich schon seit längerem in der Lage wäre, XHTML korrekt darzustellen? Der IE trägt schon seit seiner Version 5.5 mit MXML einen recht passablen XML-Parser mit sich herum, um XML-Dateien darzustellen. Warum diesen nicht auch für XHTML einsetzen, wenn XHTML mit entsprechendem MIME-Typ ausgeliefert wird? Wo soll hier das große Umsetzungsproblem sein?

    Was das Ausblenden der drakonischen Fehlerbehandlung bei XHML im XML-Modus angeht: Wieso wiederspricht sich Microsoft hier selber und wirbt damit, dass der IE7 nun Newsfeeds darstellen kann, diese aber valides und wohlgeformts XML sein müsseen, ansonsten zeigt er den betreffenden Feed nicht an? Warum klappt hier, was bei XHTML plötzlich so schwierig sein soll umzusetzen? Der Mechanismus und das Prinzip, ausgelöst durch den browsereigenen XML-Parser, ist derselbe.

    Zum Thema Scripting Media Types, also den neuen, empfohlenen MIME-Typen für JavaScript/ECMAScript: hier gilt Ähnliches wie bzgl. XHTML MIME-Typ. Wo ist das große Problem, diesen MIME-Typ in jene Erkennungstabelle aufzunehmen, die auch für andere MIME-Typen in jedem Browser existiert? Hier ist das Problem vielleicht nicht so dringend wie bei XHTML, doch es sollte doch schon drauf hingewiesen werden, dass der jahrelang eingesetzte MIME-Typ bei JavaScript eben nicht der nirgends spezifizierte und nirgends abgesegnete Typ text/javascript sein soll, sondern application/javascript. Die Begründung, warum dieser neue Typ bevorzugt werden sollte, steht klar in RFC4329 drin, welcher zum ersten Mal überhaupt den MIME-Typ von JavaScript definiert und spezifiziert.
    Auch, wenn es Dir zu akademisch erscheinen sollte: es gibt Dinge, die sollte man schon einigermaßen beherzigen oder im Hinterkopf behalten, sonst dauert es ewig mit deren Verbreitung. Nichtwissen ist dabei ein großer, unnötiger Hemmschuh. Deshalb habe ich darüber gesprochen.

    Was die Browser-Implementierung von application/javascript angeht:

    "Bis dahin reicht die Kombination aus application/x-javascript (HTTP) und text/javascript (HTML) aus."

    Der IE kennt "application/x-javascript" nicht. Wäre nur was für die übrigen Browser, zumal die Variante mit x-Prefix laut RFC-Bestimmungen immer nur übergangsweise verwendet werden sollte, solange kein offizieller andere MIME-Typ spezifiziert ist. Und die übrigen Browser kennen mittlerweile auch den vom RFC empfohlenen MIME-Typ "application/javascript". Die Tage von application/x-javascript sind somit gezählt, zu gegebener Zeit wird die Unterstützung für diese Hilfskrücke in den verschiedenen Browsern sicher entfernt.

    Firefox kennt den neuen MIME-Typ für JavaScript seit mehreren Monaten (kurz, nachdem absehbar war, dass RFC4329 die Standardisierungs-Gremien erfolgreich passieren wird, hatte Firefox schon einen entspr. Fix). Opera hat irgendwann im Laufe des Jahres nachgezogen. Die aktuelle Konqueror-Version erkennt diesen neuen MIME-Typ nun auch, dafür habe ich im Oktober dieses Jahres gesorgt, Safari wird aufgrund seines Code-Sharings mit Konqueror diesbzgl. deswegen wohl bald ebenfalls in der Lage sein, application/javascript zu erkennen. Bleibt als wichtiger Browser nur noch der IE. Hier ist ungewiss, wann hier die IE-Entwickler den Finger rühren.
    Auch für den Apache-Webserver existiert bereis ein Patch, der jedoch leider noch nicht in die aktuelle Codebasis eingepflegt ist. Etwas Voting-Druck beim betreffenden Bug könnte da sicherlich helfen.

    In einem gebe ich Dir recht: das ganze Thema brennt noch nicht. Aber man sollte meiner Meinung nach davon wissen, dass es nun einen definierten MIME-Typ für JavaScript gibt und für ECMAScript, welches ja die Grundlage von JavaScript wie von JScript (Microsofts Variante von JavaScript) bildet, ebenso. Vor allem diejenigen sollten davon wissen, die mit JavaScript/ECMAScript/JScript umgehen.

    Es geht nicht darum, ob es von Vorteil ist, am Bestehenden festzuhalten. Das Argument ist für Faule und Ignoranten. Es geht darum, langfristig etwas besser zu machen, was man vorher nicht besser wusste, weil es bislang auch nirgends festgeschrieben war. Mit der nicht spezifizierten Verwendung von text/javascript hat man sich bislang immer im Niemannsland bewegt. Dazu gibt es jetzt keinen Grund mehr.

    Gruß,
    Sierk Bornemann

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